KlimaGuide
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…In aller Kürze Abdichtung von Druckluftleckagen, Isolierung von Abluftrohren, Durchflussregelung bei Kühlwasserleitungen. Die Schreiner Group ist ein international tätiges deutsches Familienunternehmen der druck- und folienverarbeitenden Industrie mit über 1.000 Mitarbeitern. Das Unternehmen bietet Produkte, Lösungen und Services für die pharmazeutische Industrie und Medizintechnik, die Automobil- und Elektronikindustrie, Logistik und Maschinenbau. Um die Energiekosten zu senken und gleichzeitig die persönliche Entwicklung der Auszubildenden zu fördern, haben Vertreter des Hauses an der Energie-Scout-Fortbildung der IHK für München und Oberbayern teilgenommen. Bereits im Vorfeld der Qualifizierung identifizierten die Azubis in einem eigens gegründeten Arbeitsteam mit ihren Ausbildern mögliche Projektthemen: In der Produktion benötigt das Unternehmen für den Betrieb der Druckmaschinen einerseits Druckluft und Strom sowie andererseits für die Wärmeableitung eine konstante Kühlwasserzufuhr und Klimatisierung der Raumluft. Die vier Energie-Scouts konzentrierten sich auf drei verschiedene Teilprojekte. Zunächst beschäftigten sie sich mit der Optimierung der Druckluftversorgung. Für Druckluftleitungen typisch gingen auch bei der Schreiner Group bisher durch Leckagen große Mengen an Druckluft und damit Energie verloren. Durch den Betriebslärm der Maschinen konnten Leckagen bisher nur in Ruhezeiten und damit teilweise nur einmal im Jahr identifiziert werden. Die Energie-Scouts schafften deshalb ein neues Gerät an, welches die präzise Ortung von Leckagen auch während der Produktion ermöglicht. Nach einer ersten Kontrolle erneuerten sie einige pneumatische Verbindungsstücke und dichteten Leckagen ab. In einem zweiten Schritt nahmen sie sich der Abluftrohre der Druckmaschinen-Trockner an. Eine Betrachtung unter der Wärmebildkamera zeigte, dass die Abluftrohre die warme Luft zwar nach draußen ableiten, sich hierbei allerdings schon in der Halle auf bis zu 50 Grad Celsius erhitzen. Da die Raumtemperatur für einen optimalen Druckbetrieb auf konstanten 22 Grad Celsius gehalten werden muss, erarbeiteten die Energie-Scouts Lösungen zur Wärmeisolierung der Abwärmerohre. Zuletzt führten die Energie-Scouts Messungen am Kühlwasserverbrauch der verschiedenen Anlagen durch. Die Schreiner Group darf das zur Kühlung verwendete Grundwasser um maximal fünf Grad erwärmen. Durch eine hohe Durchlaufleistung erwärmt sich das Wasser bei der Kühlung bisher aber nur um ein Grad. Zur Kühlung würde also auch eine niedrigere Durchlaufleistung ausreichen. Als Folge sinken dann der Stromverbrauch der Pumpen und der Verbrauch von Grundwasser. Für den Austausch der pneumatischen Verbindungsstücke und die Abdichtung der Druckluftleckagen sind Kosten in Höhe von 38,10 Euro entstanden. Gleichzeitig werden pro Jahr 3.196 kWh Strom für die Drucklufterzeugung bzw. 28.080 m³ Druckluft eingespart. Die Isolierung der Abwärmeleitung der Trockner kostet jeweils 650 Euro und führt zu Einsparungen von 528 kWh Strom jährlich. Da sich die Umrüstung erst nach über sieben Jahren amortisiert, werden nur Anlagen umgerüstet. die jünger als drei Jahre sind. Für Neuanschaffungen hat die Schreiner Group die Wärmeisolierungen in das Lastenheft geschrieben. Die Durchflussregulierung der Kühlwasserleitungen wird aktuell noch geplant. Bei einem Jahresbedarf von 580.000 kWh Strom für die Grundwasserpumpen und zwei Millionen m³ Grundwasser für die Kühlung ist jedoch mit hohen Einsparungen zu rechnen. Die Energie-Scouts aus dem nachfolgenden Ausbildungsjahr sollen das Projekt übernehmen und weiterführen. Mit ihrem Projekt haben die Azubis der Schreiner Group bei der bundesweiten Besten-Ehrung der Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz den 2. Platz belegt und zählen damit zu Deutschlands besten Energie-Scouts.…
…In aller Kürze Isolierung von Laugetanks senkt den Energieverbrauch bei Reinigung von Behältern, Leitungen und Produktionseinheiten Die Karlsberg Brauerei GmbH wurde im Jahr 1878 unter dem Namen „Bayrische Bierbrauerei zum Karlsberg“ gegründet. Innerhalb weniger Jahre wurde daraufhin die Brauerei aufgebaut. Heute verzeichnet das familiengeführte Unternehmen eine jährliche Produktionsmenge von rund zwei Millionen Hektolitern. Die Karlsberg Brauerei GmbH beschäftigt an ihrem Standort in Homburg 310 Mitarbeiter/innen. Darunter befinden sich aktuell 29 Auszubildende in sieben verschiedenen Ausbildungsberufen. An dem Energie-Scout Projekt beteiligten sich zwei Industriekauffrauen, ein Industriemechaniker und ein Elektroniker. Um eine saubere Bierherstellung zu gewährleisten werden in einer Clearing in Place (CIP)-Anlage die Behälter, Leitungen und Produktionseinheiten mit einer erhitzen Lauge gereinigt. Die dafür notwendige Wärme sowie der Energieverbrauch der Raumlüftungsanlage boten Potenzial für die Initiierung eines Energieeffizienzprojekts. Vor dem Energie-Scout Projekt waren zwei der drei Laugetanks sowie der Heißwassertank nicht isoliert. Die heiße Lauge und das Heißwasser erwärmten die Tanks, welche die Wärme in den Raum abstrahlten. Ab 32 °C Raumtemperatur wurde eine Belüftungsanlage in Betrieb genommen. Durch den Wärmeverlust der beiden Laugetanks musste die Lauge mittels Umwälzung kontinuierlich nacherhitzt werden. Mittels entsprechender Maßnahmen sollten die Prozesse der CIP-Anlage effizienter gestaltet und der Wärmeverlust reduziert werden. Ziele waren eine reduzierte Laufzeit der Umwälzpumpe und des damit verbundenen Stromverbrauchs und die Verringerung des Stromverbrauchs für die Raumkühlung. Die Energie-Scouts verglichen den bereits isolierten Tank mit nicht isolierten Tanks und stellten deutliche Einsparpotenziale fest. Nach der Dokumentation des Temperaturverlaufs der Lauge sowie der notwendigen Wärmemenge, um die Lauge zu erhitzen, erfolgte die Bestückung der beiden Tanks mit einer 100 mm dicken Isolierung. Die Berechnung des Energie-Scout-Teams ergab, dass durch die Isolierung der Tanks eine Energieeinsparung von rund 36 Prozent möglich ist. Durch die Reduktion der abgestrahlten Wärme der Lauge- und des Heißwassertanks kann auf eine Belüftungsanlage vollständig verzichtet werden. Jährlich können so ca. 8.900 Euro eingespart werden. Die Energieeinsparungen belaufen sich auf ca. 100.000 kWh und ergeben eine CO2 -Einsparung von ca. 42 Tonnen. Die Investitionskosten für die Tankisolierung amortisieren sich bereits nach 1,5 Jahren.…
Wie funktioniert Klimaschutz im Hotel? Das Freiburger Hotel Victoria zeigt diverse Möglichkeiten vom nachhaltigen Mobilitätsangebot über erneuerbare Energien zu Energieeffizienz.
Durch Auszubildende Energie sparen? Wie das geht zeigen unsere ausgezeichneten Energie-Scouts Projekte der IHKs.
Die Fripa Papierfabrik Albert Friedrich KG aus Miltenberg legt als Unternehmen einer energieintensive Branche den Fokus auf die Einsparung und Reduzierung von Energie, aber auch Wasser.
Wie kann ein Unternehmen auf erneuerbare Energien setzten und dadurch Kosten sparen? Die Condensator Dominit GmbH zeigt es hier.
In unserem Guten Beispiel berichtet das Unternehmen NEW AG vom Niederrhein, NRW, wie sie junge Menschen in den betrieblichen Klimaschutz einbinden und welche Herausforderungen bestehen.
Wie können Veranstaltungen klimabewusst gestaltet werden? Olaf Marsson, Gründer von Berlin Event O.Schulz & M.Worm OHG, berichtet, welche Stellschrauben es gibt.
Lange war Dampf ein günstiges und praktisches Wärmeträgermedium in der Industrie, welches in vielen Prozessen genutzt wurde. (IEEKN)
In vielen Betrieben erfolgt die Warmwasserbereitstellung für das Brauchwasser von Waschbecken oder Duschen zentral über die Heizungsanlage. Dabei kann es leicht zu Ineffizienzen kommen. (IEEKN)
Dieser Leitfaden bietet einen Standardansatz zur Messung und Verbesserung der Wasserresilienz in Unternehmen und verweist auf "Water Resilience Indicators" und ein "Resilience Scoring Tool" (ReST).
Dieser Leitfaden liefert konkrete und praxisnahe Handlungsanleitungen zu einem ganzheitlichen, kontextbasierten Wassermanagement.
Wie kann ein Unternehmen der Metallbranche ganzheitlich Energie sparen? Die CBV Blechbearbeitung GmbH setzt dabei unter anderem auf eine Mikrogasturbine wie unser Gute Beispiele Film zeigt.
Das Factsheet zeigt auf, wie Unternehmen durch die Umstellung auf entwaldungsfreie Lieferketten aktiv zum Klimaschutz beitragen können.
Zusammenfassung dieser Einführung zum Management physischer Klimarisiken für Unternehmen, veröffentlicht vom Umweltbundesamt (UBA).
Zusammenfassung der Broschüre veröffentlicht vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV)
Zusammenfassung von Maßnahmen der grünen und blauen Infrastruktur, veröffentlicht vom Bayerischen Landesamt für Umwelt (LfU).
Die Kenntnis der Lieferketten und deren Rückverfolgung bis zum Ort der Produktion sind grundlegend für eine Entwaldungsrisikoanalyse und das Ergreifen von Minderungsmaßnahmen.