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Energie-Scout-Programm

Auf dieser Seite finden Sie alle Informationen zum Energie-Scout-Programm. Dieses setzen wir gemeinsam mit den regionalen Industrie- und Handelskammern um.

Zwei Frauen und zwei Männer mit gelben Warnwesten in einer Lagerhalle.

Die Reduzierung von CO2-Emissionen und Effizienzpotenziale rücken durch steigende Strom- und Rohstoffpreise und die Ankündigungen des Koalitionsvertrages in den Fokus vieler Unternehmen. Die IHK-Organisation bietet im Rahmen des Projekts „Unternehmensnetzwerk Klimaschutz“ ein Qualifizierungsmodul für Auszubildende an, damit diese in ihren Betrieben dazu beitragen, Einsparpotenziale zu erkennen, erfolgreich zu nutzen und auf der Plattform des Unternehmensnetzwerks zu bilanzieren.

Auf einen Blick: Ihre Vorteile

Motivierte Azubis

Mit dem Energie-Scout-Programm erfahren Ihre Azubis ein hohes Maß an Selbstwirksamkeit. Dadurch steigen die Identifikation mit dem Betrieb und die Motivation.

Ressourcen sparen

Die Auszubildenden identifizieren Potenziale zur Einsparung von Energie und Ressourcen und heben sie in Praxisprojekte. Dadurch sind sie von Anfang an im betrieblichen Klimaschutz eingebunden.

Netzwerke knüpfen

Die Ausbildung der Energie-Scouts wird in betriebübergreifenden Gruppen umsetzt. Dadurch knüpfen Ihre Azubis Netzwerke zu anderen Unternehmen.

Beteiligte Industrie- und Handelskammern

Das Energie-Scout-Programm setzt das Unternehmensnetzwerk Klimaschutz mit den regionalen Industrie- und Handelskammern um.

Mit dabei:

Warum Azubis?

Zum einen ist das Potenzial der jungen Leute besonders groß. Sie haben noch ca. 40 Jahre Berufsleben vor sich, in denen sie ihre Sensibilität für Klimaschutz und Energiewende anwenden und mit Know-how Energieverbräuche und Energiekosten in Betrieben senken können. Zum anderen interessiert sich die junge Generation immer stärker für die Belange der Umwelt und möchte einen Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung leisten. Eine Qualifizierung in diesem Bereich erhöht in Zeiten knapper Bewerber für Ausbildungsplätze auch die Attraktivität der Unternehmen, die ihren Azubis ein zusätzliches Angebot bieten.

Das Projekt Energie-Scouts gibt es seit Anfang 2014. Über 60 Industrie- und Handelskammern im gesamten Bundesgebiet bieten den Unternehmen in ihren Kammerbezirken die Qualifizierungsmaßnahme an.

Energie-Scouts werden im Rahmen einer Preisverleihung ausgezeichnet.

In 4 Schritten zum Energie-Scout

Die Qualifizierung zum Energie-Scout umfasst 4 einfache Schritte. Diese stellen wir Ihnen hier vor.

1. Informationsveranstaltung bei der Industrie- und Handelskammer

Im Rahmen einer Auftaktveranstaltung informiert Sie Ihre zuständige Industrie- und Handelskammer über die Inhalte der Qualifizierung und die Anforderungen zur Beteiligung.

Weniger
  • für interessierte Unternehmer aus dem Mittelstand, Geschäftsführer, Inhaber sowie Ausbildungsleiter
  • interessierte Unternehmen melden ihre Azubis zur Teilnahme an der Qualifizierung bei ihrer IHK an

2. Workshops in der Industrie- und Handelskammer

Ihre Auszubildenden werden im Rahmen von Workshops bei der zuständigen Industrie- und Handelskammer zu Energie-Scouts fortgebildet.

Weniger
  • abhängig vom jeweiligen Bedarf, mehrere eintägige Workshops
  • entweder in IHK oder teilnehmendem Betrieb
  • mindestens 10 Azubis
  • Module: Energieeffizienz, Ressourceneffizienz, betriebliche Mobilität, Kommunikation, Einführung in die Projektarbeit, Messkoffer-Praxistag

3. Praxisprojekt

Voraussetzung, um die Qualifizierung als Energie-Scout abzuschließen ist die Umsetzung eines Praxisprojekts im eigenen Unternehmen.

Weniger
  • mehrwöchiger Zeitraum
  • Azubis konzipieren, in Abstimmung mit ihren Ausbildungsleitern oder Ansprechpartnern im Betrieb, ein eigenes Effizienzprojekt. Sie prüfen die Wirtschaftlichkeit und stoßen die Umsetzung an
  • die Projekte werden in einem gemeinsamen Workshop unter den Energie-Scouts präsentiert → Anregungen für Fortsetzung der Tätigkeit als Energie-Scout

4. Besten-Ehrung

Die besten Energie-Scout-Projekte werden jährlich von den Industrie- und Handelskammern ausgezeichnet. Die ausgezeichneten Projekte eines Kammerbezirks haben die Chance im Rahmen der bundesweiten Besten-Ehrung prämiert zu werden.

Weniger
  • abschließend zum Praxisprojekt erhalten die Energie-Scouts eine Teilnahme-Urkunde
  • die IHKs zeichnen jeweils die besten Energie-Scouts des Jahrgangs aus
  • bundesweiter Wettbewerb und Bestenehrung der besten, deutschen Energie-Scouts in Berlin

Module

Das Qualifizierungsprogramm ist in Basis- und Vertiefungsmodule aufgeteilt. Diese stellen wir Ihnen nachfolgend vor.

Basismodule

In den Basismodulen werden grundlegende Fähigkeiten und Wissen zur Umsetzung des betrieblichen Klimaschutzes an die Auszubildenden vermittelt.

Weniger

Energieeffizienz

Das Modul legt die Grundlagen für die Tätigkeit als Energie-Scout. Vermittelt werden ein grundlegendes Verständnis zum Thema Energie von der Erzeugung bis zum Verbrauch sowie Kenntnisse der Energieeffizienz und zu Klimaschutz und Querschnittstechnologien.

Kommunikation

Die Azubis lernen, ihre neue Funktion als Energie-Scout im Unternehmen zu kommunizieren und wie sie Kollegen und Vorgesetzte sensibilisieren und zum Energiesparen motivieren können.

Einführung in die Projektarbeit

Hier werden die Azubis dazu befähigt, ein eigenes Projekt strukturiert durchzuführen. Die Teilnehmenden lernen, sich ein Ziel zu setzen, eine Projekt- und Zeitplanung aufzustellen, ihr Projekt umzusetzen und eine Dokumentation der Ergebnisse zu erstellen.

Messkoffer

Beim „Praxistag Messkoffer“ soll der Umgang mit Messgeräten wie einer Wärmebildkamera, einem Strom-, Licht und Temperaturmessgerät oder Werkzeugen zur Druckluftleckage-Messung geübt werden. Das Modul sollte nach Möglichkeit in Kooperation und in enger Bedarfsabstimmung mit einem teilnehmenden Unternehmen vor Ort durchgeführt werden. 

Vertiefungsmodule

In den Vertiefungsmodulen werden spezifische Fähigkeiten und Wissen zur Umsetzung des betrieblichen Klimaschutzes an die Auszubildenden vermittelt.

Weniger

Ressourceneffizienz

Das Thema Ressourcen wird von der Klassifizierung bis zur wirtschaftlichen Bedeutung sowie vertiefende Kenntnisse zu einzelnen Handlungsfeldern dargestellt. Zudem wird die Wirtschaftlichkeit von Produkten analysiert.

Betriebliche Mobilität

Das Modul beschäftigt sich mit dem Thema Mobilität und Mobilitätsbedarf über die verschiedenen Mobilitätsformen und deren spezifische Vor- und Nachteile sowie mögliche Maßnahmen zur nachhaltigen Mobilitätsgestaltung. Dabei bildet die Mobilität von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen Schwerpunkt. Die Auszubildenden sollen im Rahmen des Workshops lernen, die verschiedenen Mobilitätsbedarfe in ihrem Unternehmen zu erkennen und zu dokumentieren. Zudem sollen sie Möglichkeiten einer effizienten und nachhaltigen Mobilitätsgestaltung erfahren.

Gute Beispiele