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KlimaGuide

Die wesentlichen Infos für Klimaschutz in KMUs: an einem Ort, strukturiert, übersichtlich. Nutzen Sie die Filter und/oder die Freitextsuche, um die für Ihr Unternehmen passenden Inhalte zu erhalten.

Bitte beachten Sie: Um Maßnahmen planen und auswerten zu können, müssen Sie mit Ihrem Unternehmen Mitglied im Unternehmensnetzwerk Klimaschutz sein. Dazu registrieren Sie sich auf der UNK-Plattform und legen ein Profil für Ihr Unternehmen an. Informationen zur kostenlosen Mitgliedschaft finden Sie hier.

Alle Inhalte sind sorgfältig recherchiert, für Richtigkeit und Aktualität können wir aber keine Gewähr übernehmen. Hinweise zur Verbesserung und Vorschläge für weitere Beiträge nehmen wir gerne auf (netzwerk-klimaschutz(at)dihk.de).

26 Einträge

Gutes Beispiel

…Druckluft-Leckagen abdichten, Arbeitsplatz-Analyse. Die ebm-papst Gruppe ist der weltweit führende Hersteller von Ventilatoren und Motoren. Seit der Gründung 1963 setzt ebm-papst als Technologieunternehmen kontinuierlich weltweite Marktstandards. 2010 initiierte der Technologieführer ebm-papst das mittlerweile bundesweit bekannte Auszubildenden-Projekt Energiescouts und gilt somit als dessen „Erfinder“. Mittlerweile wurden so an knapp 60 IHKs deutschlandweit über 12.000 Auszubildende aus über 2.500 Unternehmen verschiedenster Branchen zu Energiescouts ausgebildet. Auch bei ebm-papst werden seit der Initiierung des Projekts an allen deutschen Standorten jedes Jahr rund 15 Auszubildende von den amtierenden Energiescouts eingelernt und geschult. Über mehrere Energiescouts-Generationen hat sich die Suche nach Einsparpotentialen weiterentwickelt. Dafür stehen den Auszubildenden verschiedene Messgeräte zur Verfügung, unter anderem ein Druckluft-Leckagen-Messgerät, Wärmebildkamera, Lärmmesser und Arbeitsplatz-Analysegerät. Der Einsatz von Luftdruck wird in der Produktion bei fast allen Arbeitsschritten benötigt. Mit der Zeit entstehen dabei Leckagen und Luftdruckabfälle, die Kosten verursachen und vor allem unnötig Energie verbrauchen. Deshalb ist das Finden und Reparieren von Druckluft-Leckagen in den Produktionen am Standort Mulfingen, St. Georgen und Landshut einer der Schwerpunkte der Energiescout-Teams. Mit einem speziellen Messgerät ausgestattet können die Energiescouts die undichten Stellen leicht aufspüren und in den meisten Fällen selbst reparieren. Sollte die Reparatur durch die Energiescouts nicht möglich sein, werden die Leckagen markiert und in einen Lageplan eingetragen, um der zuständigen Fachabteilung die Suche nach den undichten Stellen zu erleichtern. Neben der Suche nach Druckluft-Leckagen, die einen großen Teil des Praxisblocks der Energiescouts einnimmt, haben sich die Projekte auf andere Bereiche weiterentwickelt. Themen wie Eigenerzeugung von Energie, Vertical Farming, E-bike-Ladestationen und weitere Projekte im Nachhaltigkeitsbereich erweitern das Spektrum der Energiescouts. Die Energiescouts-Generationen haben beim Ventilatorenspezialist mittlerweile für Einsparungen von weit über einer Million Euro gesorgt. Darüber hinaus erhielt das Projekt bereits mehrere Auszeichnungen, darunter 2013 den Deutschen Nachhaltigkeitspreis und den Automotive Supply Chain Global Award der Kategorie „Best Apprenticeship Programme“. Im selben Jahr reisten die damaligen Energiescouts in die USA, um ihr Projekt dem Umweltprogramm der Vereinten Nationen, der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer, verschiedenen Unternehmen und einer technischen High School vorzustellen.…

Info-Beitrag

…Das Energiebuch für Handwerksbetriebe ist eines der Kern-Instrumente der Effizienzberatung im Handwerk. Als Ordner konzipiert ermöglicht es das Sammeln und planvolle Erfassen der wichtigsten betrieblichen Daten rund um das Thema Energie in aufeinander abgestimmten Registern und unter Nutzung spezieller Aufnahmebögen. Dabei ermöglicht es außerdem grundlegende Auswertungen und schafft so eine wichtige Entscheidungsbasis für zukünftiges Handeln. Das auf die Bedürfnisse von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) abgestimmte "Energiebuch E-Tool" wurde zunächst als analoger Registerordner entwickelt und macht nun mittels der browserbasierten "E-Tool"-Plattform den Schritt in die digitale Welt. Über die reine Sammlung der betrieblichen Energiedaten hinaus, erlaubt das E-Tool individuelle Auswertungen zu energieträgerbezogenen Verbräuchen und CO2-Emissionen sowie die Darstellung von Kennzahlen zur Einordnung - alle diese Informationen können über Jahre hinweg übersichtlich verfolgt werden. Das Tool ermöglicht zudem eine konsequent einfache Datenerfassung über einen Schritt für Schritt-Modus und stellt den Nutzern verschiedene "Zusatzmodule" für die praktische Alltagsarbeit zur Verfügung (z.B. PV-Rechner, Strom- und Energiesteuer-Rückvergütung, Betriebsentwicklungsplan, CO2-Bepreisung etc.). Die Energiekosten eines Handwerkbetriebes können –  je nach Gewerk – einen substanziellen Anteil an dessen Gesamtkosten ausmachen. Die im Unternehmen benötigte Energie effizienter zu nutzen bedeutet daher nicht nur einen Mehrwert für Umwelt- und Klimaschutz, es bedeutet praktisch immer auch die Einsparung von Kosten!  Als Betriebsinhaber hat man allerdings – neben dem aktuellen Tagesgeschäft – häufig nicht die Zeit, sich mit dieser Thematik im Detail zu beschäftigen und die vorhandenen Einsparpotenziale zu identifizieren oder gar auszuschöpfen; nicht selten fehlen auch die notwendigen Anhaltspunkte, wie hier am geschicktesten vorgegangen werden kann Um Handwerksbetrieben auf dem Weg zu mehr Energieeffizienz eine adäquate Unterstützung bieten zu können, wurde das bundesweit einheitliche Energiebuch entwickelt. Auf freiwilliger Basis können hier die wichtigen betrieblichen Energiedaten planvoll erfasst und zentral gesammelt werden. Damit stehen alle energetisch relevanten Daten zukünftig „mit einem Griff“ zur Verfügung, und können jederzeit unkompliziert als Entscheidungsbasis für künftiges Handeln genutzt werden. Entwickelt wurde das Energiebuch von sieben Umweltzentren des Handwerks aus ganz Deutschland im Rahmen der Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz. Der Entwicklungsprozess fußt auf der jahrelangen Beratungserfahrung der Umweltzentren des Handwerks und wurde unterstützt vom Zentralverband des Deutschen Handwerks e.V. (ZDH) sowie dem Deutschen Industrie und Handelskammertag (DIHK). Das Energiebuch liefert außerdem die Datengrundlage für weitere Energieeffizienz-Initiativen bzw. gesetzliche Vorschriften. Für die im Rahmen der Initiative Energieeffizienz- und Klimaschutz-Netzwerke (IEEKN) gegründeten Handwerks-Netzwerke wird das Energiebuch z.B. auch als das vorgeschriebene Netzwerkarbeitsbuch verwendet. Hierzu wurde ein eigenes Netzwerk-Register geschaffen. Als digitales Format zum Energiebuch steht seit 2021 auch das E-Tool Webportal zur Verfügung.…

Maßnahme

Die Bremsstrom-Rückgewinnung bei zyklischen und spontanen Bremsvorgängen kann zu Energieeinsparungen und einer Verbesserung der Gesamteffizienz von Maschinen und Fahrzeugen führen. (IEEKN)

Maßnahme

Maschinen und Anlagen aller Art sollten in Zeiten, in denen sie nicht genutzt werden, möglichst abgeschaltet oder gedrosselt werden. (IEEKN)

Maßnahme

Viele Kompressoren in Betrieben sind überdimensioniert und/oder schlecht geregelt. Diese weisen dann oft einen Auslastungsgrad von nur 50 % auf.

Gutes Beispiel

…In aller Kürze Energie-Scout-Projekt zum verbesserten Materialtransport in der Produktionsanlage Die RCS Rohstoffverwertung GmbH ist ein zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb. Das Unternehmen bietet individuelle Entsorgungspakete, ist spezialisiert auf den Handel mit Sekundärrohstoffen und übernimmt das Recycling von PET-Flaschen. Die RCS beschäftigt am Standort in Werne ca. 200 Mitarbeiter:innen. Der Transport von Kunststoffflocken (Flakes) erfolgte bisher über Gebläse. Diese sind nicht regelbar und laufen kontinuierlich auf Volllast, um die Flakes in Bewegung zu setzen. Die Folge ist ein unnötig hoher Stromverbrauch. Auch sind die Flakes durch die hohen Strömungsgeschwindigkeiten stark ausgefranst, was die Schüttbarkeit verschlechtert. Ein weiterer Nachteil sind die Staubbelastung und der hohe Geräuschpegel, da die Flakes laut in den Rohren anschlagen. Der Betrieb der Gebläse war folglich ineffizient und kostspielig. Das sollte sich ändern! Die Energie-Scouts entwickelten die Idee, die Gebläse der Anlage (die für den Flake-Transport zuständig sind) zukünftig durch Schnecken auszutauschen. Die Schnecken bieten gegenüber den bisherigen Gebläsen zahlreiche Vorteile: Zum einen sind diese regelbar und laufen nicht auf Volllast, was sich positiv auf den Stromverbrauch auswirkt. Leistungsspitzen können verringert und die Materialzufuhr besser geregelt werden. Außerdem sind die Schnecken leiser und erzeugen kaum Staub. Sie sind zukunftssicher und können durch ihre modulare Bauweise bei Bedarf nachgerüstet werden. Auch kann der Platz in der Anlage zukünftig besser genutzt werden, da die Verrohrungen wegfallen. Durch den Einsatz von Förderschnecken spart das Unternehmen zukünftig bis zu 8.000 Euro pro Jahr. Das Energie-Scout-Projekt verfügt über eine mittlere Amortisationszeit, die anfallenden Kosten von 79.000 Euro amortisieren sich nach 9 Jahren. Die erwartete jährliche Energieeinsparung liegt bei beachtlichen 41.000 kWh. Dies entspricht einer CO₂-Einsparung von 20 Tonnen pro Jahr.…

Gutes Beispiel

…In aller Kürze Verringerung von Fremdstoffen in Prüfmedien von Armaturen-Prüfständen Die ARI-Armaturen - Albert Richter GmbH & Co. KG entwickelt und produziert seit über 60 Jahren Armaturen zum Absperren, Regeln, Sichern und Ableiten von flüssigen und gasförmigen Medien. Anwendungen finden die Produkte, die von rund 850 Mitarbeitern an drei deutschen Standorten produziert werden, weltweit beispielsweise in Industrie-und Chemieprozessen, dem Schiffbau oder der Gebäudetechnik. Als Fortbildungsmaßnahme und zum Heben von möglichen Einsparpotentialen hat das Unternehmen mit zwei angehenden Industriemechanikern, einem angehenden Industriekaufmann und einem angehenden technischen Produktdesigner an der Energie-Scout Schulung der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld teilgenommen. Nach dem Abschluss der Energie-Scout Schulung haben die Auszubildenden zunächst eine Betriebsbegehung unternommen und Gespräche mit Bereichsleitern und Mitarbeitern/innen geführt. Anschließend haben sie eine Liste mit möglichen Projektideen erstellt und diese priorisiert. Ganz oben auf der Liste landete ein möglicher Verbesserungsvorschlag für die Armaturen-Prüfstände. In den Prüfständen werden bei ARI die fertigen Armaturen und Ventile auf ihre Dichtigkeit getestet. Hierfür werden spezielle Prüfflüssigkeiten verwendet. In diesen Flüssigkeiten lagern sich aber im Laufe der Zeit vermehrt Fremdstoffe ab. Einerseits führt dies zu einer erhöhten Fehlerquote bei den Testläufen, andererseits muss die Prüfflüssigkeit als Folge häufig erneuert und entsorgt werden. Zunächst installierten die Energie-Scouts deshalb einen Filter und überprüften die Wirkung. Es zeigte sich hierbei, dass der Filter nur mäßig wirkt und dass der größte Anteil der Fremdstoffe tatsächlich nicht von Produktionsrückständen der Werkstücke kommt, sondern aus der Umgebungsluft stammt. Als Ergänzung zu dem Filter brachten die Auszubildenden deshalb eine spezielle Abdeckung an, welches das Eintreten von Fremdstoffen aus der Umgebungsluft verhindert. Durch die Abschirmung konnte die Verschmutzung des Prüfmediums mit Fremdstoffen effektiv verringert werden. Die Wechselintervalle des Prüfmediums wurden entsprechend verlängert, was zu einer Einsparung von 3.816 Litern Prüfmedium pro Jahr geführt hat. Als positiver Nebeneffekt konnte die Fehlerquote bei Testläufen und damit auch der Arbeitsaufwand für Nacharbeiten reduziert werden. Dem Kostenaufwand von 3.131,50 Euro stehen Einsparungen von 10.977,50 Euro im Jahr gegenüber. Die Amortisationszeit liegt damit bei unter 0,29 Jahren.  Die Energie-Scouts haben ihre Projektergebnisse der Betriebsmittelkonstruktion zur Verfügung gestellt. Diese koordiniert nun die Umsetzung der Maßnahme bei den 60 weiteren Prüfständen an allen drei Standorten. Mit ihrem Projekt haben die Energie-Scouts von ARI-Armaturen den Sonderpreis für Ressourceneffizienz bei der bundesweiten Energie-Scout Besten-Ehrung 2017 gewonnen.…

Maßnahme

Abschaltung des Druckluftsystems in Zeiten, in denen nicht gearbeitet wird, sowie das Abschalten von angeschlossenen Verbrauchern, die vorübergehend nicht genutzt werden.