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Gutes Beispiel

Mehrweg statt Einwegkarton im B2B-Versand

Wie lassen sich Ressourcen sparen und Verpackungsprozesse zukunftsfähig gestalten? Im Interview erzählt rhinopaq Gründer Matthias Thesing von seinen Erfahrungen und Herausforderungen

Auf einen Blick

Themenkategorie
Lieferkette
Sektor, Branche
Dienstleistungen Logistik / Sonstige Industrie
Unternehmensgröße
0-9
Bundesland
Nordrhein-Westfalen
  • Logistik
  • Circular Economy

Beschreibung

In aller Kürze

  • Wiederverwendbare Verpackungen reduzieren Abfall, sparen Ressourcen und senken Kosten
  • Regulatorische Anforderungen wie die EU-Verpackungsverordnung (PPWR) rücken das Thema Verpackung in den Fokus von Unternehmen und machen zirkuläre Lösungen zunehmend relevanter 
  • Nachhaltige Verpackungskonzepte stärken nicht nur den Klimaschutz, sondern erhöhen auch Effizienz und Wirtschaftlichkeit

Interview

rhinopaq ist ein Unternehmen aus Essen, das wiederverwendbare Versand- und Transportverpackungen für den B2B-Bereich entwickelt und Unternehmen dabei unterstützt, Verpackungsabfälle, CO₂-Emissionen und Kosten im Warenversand zu reduzieren. Das Geschäftsmodell basiert auf dem Verkauf und der Vermietung von Mehrwegverpackungen sowie der Organisation entsprechender Rückführungs- und Wiederverwendungskreisläufe für industrielle Lieferketten.

Wie entstand die Idee hinter Ihrem Unternehmen rhinopaq und welches konkrete Problem im Bereich des Ressourcenverbrauchs/ der Nachhaltigkeit wollten Sie mit Ihrem Produkt lösen? Würden Sie sagen, dass Ihnen die Lösung dieses Problems gelungen ist?

Die Idee entstand in der Pandemie, als überall die Papiercontainer überquollen. Im gewerblichen Versand wiederholen sich Wege, Mengen und Empfänger – trotzdem endet [fast] jede Verpackung nach einer einzigen Lieferung in der Entsorgung. Wer regelmäßig dieselben Standorte oder Kunden beliefert, kann diesen Weg umdrehen. Unsere Antwort sind faltbare Mehrwegverpackungen, die immer wieder zwischen Versendern und Empfängern zirkulieren. Gegenüber dem Einwegkarton entfallen bei 20 Nutzungen 95 % des Verpackungsabfalls, die Verpackungskosten sinken um bis zu 40 %. Über 110.000 Einwegverpackungen sind so bereits vermieden. Gelöst ist das Problem der Entsorgung auf der Empfängerseite. Und auf der Versenderseite werden zusätzliche Kosten durch geringere Packzeiten eingespart.

Welche Hürden sind Ihnen bei der Umsetzung begegnet und welche Erkenntnisse würden Sie anderen Unternehmen, die sich klimafreundlicher aufstellen wollen, mit auf den Weg geben?

Die größte Hürde ist die Aufmerksamkeit: Verpackung spielt in vielen Unternehmen eine untergeordnete Rolle. Mit der EU-Verpackungsverordnung (PPWR) ist das Thema in den Führungsetagen angekommen. Hinzu kommt: Eine Umstellung berührt Einkauf, Versand und Logistik gleichzeitig und braucht früh jemanden, der sie zusammenbringt. Unser Rat: zuerst die eigenen Warenströme genau ansehen und erst dann über die Verpackung entscheiden. Seit 2021 rechnen wir das für Unternehmen unterschiedlicher Größe durch.

Welche Maßnahmen ergreift Ihr Unternehmen darüber hinaus im Bereich Nachhaltigkeit/Ressourceneffizienz?

Wir arbeiten kontinuierlich daran, den Rezyklatanteil unserer Verpackungen und die Zahl der Nutzungszyklen zu erhöhen. Dazu testen wir unterschiedliche Materialien, um Transportgewichte und Verpackungsvolumina weiter zu senken.

Was hat Sie zur Beteiligung am Unternehmensnetzwerk Klimaschutz motiviert?

Wir wollen Unternehmen zeigen, dass Nachhaltigkeit mehr ist als Solar auf dem Dach. Verpackung ist ein Hebel, der Kosten senkt und zugleich den steigenden regulatorischen Anforderungen begegnet. Im Unternehmensnetzwerk Klimaschutz treffen wir Betriebe, die vor genau dieser Aufgabe stehen.


Weitere Informationen

Für weitere Informationen können Sie sich an die rhinopaq GmbH wenden.

Zum Unternehmensprofil auf der Plattform

Quellenangabe

Datum

Zuletzt geändert am 15. September 2026

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