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Gutes Beispiel

Klimaschutz bei der Euscher GmbH & Co. KG, unserem 1000. Mitglied

Die Euscher GmbH & Co. KG ist als 1000. Unternehmen Mitglied im Unternehmensnetzwerk Klimaschutz. Wir haben über Motivation und Engagement beim Klimaschutz gesprochen.

Auf einen Blick

Themenkategorie
Ressourcen sparen
Sektor, Branche
Dienstleistungen Tourismus
Unternehmensgröße
250-499
Bundesland
Bundesweit
  • CO2-Bilanzierung
  • Abfall
  • Beleuchtung
  • Beschaffung
  • Berichtspflichten
  • Biodiversität
  • Circular Economy
  • Mitarbeiterbeteiligung
  • Prozessemissionen

Beschreibung

In aller Kürze

  • Präzisionsteile durch Tiefziehen
  • Wissentransfer
  • Zirkularität
  • Mitarbeitereinbindung und -qualifikation


Interview

Die Euscher GmbH & Co. KG aus Bielefeld stellt seit 100 Jahren Präzisionsteile durch traditionelles Tiefziehen her. Dabei setzt sie auf verschiedene Klimaschutzmaßnahmen einerseits direkt in der Produktion und andererseits bei den Mitarbeitenden. Das Unternehmen ist als 1000. Mitglied unserem Netzwerk beigetreten. Unsere Projektreferentin Deborah Kalle hat mit Margarethe Nickel, Leitung Technik und Produktion, und Uwe Schneider, Umwelt- und Energiemanagementbeauftragter, über ihre Motivation gesprochen.

Was macht Ihr Unternehmen und was hat Sie zur Beteiligung am Netzwerk motiviert?

Beim Tiefziehen handelt es sich um ein Umformverfahren, bei dem Metallbleche, in mehreren Stufen, verschiedene Formen und Geometrien tiefgezogen werden. Dies wird häufig in der Automobilindustrie sowie in der Herstellung von Aerosolbehältern verwendet, beispielweise für den Sprühaufsatz von Deoflaschen. Dies ermöglicht die Herstellung komplexer und stabiler Formen mit hoher Präzision. Dieser Prozess bietet somit eine effiziente und kostengünstige Methode zur Herstellung von Metallteilen mit komplexen Geometrien und hoher Stabilität, was in verschiedenen Industrien von großer Bedeutung ist.

Wir haben uns entschieden, dem Unternehmensnetzwerk Klimaschutz beizutreten, um in den Bereichen Klimaschutz, Umwelt und Energie Fortschritte zu erzielen. Diese Themen sind inzwischen für alle Unternehmen von großer Bedeutung. Durch den Austausch von Wissen im Netzwerk können wir voneinander lernen und uns gegenseitig unterstützen. Derzeit beschäftigt uns intensiv das Thema Zirkularität im Betrieb. Es eröffnet viele Möglichkeiten, Ressourcen mehrfach zu nutzen und dadurch den CO2-Ausstoß zu verringern. Allerdings stellt es uns auch vor Herausforderungen, da wir einige unserer Geschäftsprozesse neu überdenken und anpassen müssen.

Auf welche Maßnahmen setzt Ihr Unternehmen beim Klimaschutz?

Wir setzen beim Klimaschutz einerseits auf Maßnahmen innerhalb der Produktion und andererseits auf Maßnahmen für unserer aktuell 370 Mitarbeitenden. Wir arbeiten mit Metallteilen, die sich wiederverwenden lassen und versuchen auch, die Materialien unserer Anlagen in Kreisläufen zu halten. Zum Beispiel erhalten die Spulen, vormals ein Abfallprodukt beim Drahterodieren, ein zweites Leben. Bei der Lebenshilfe wird auf die Spulen Lötdraht aufgewickelt und geht wieder in die Industrie/Handwerk. Außerdem gehen wir „mit offenen Augen durch Produktion und Prozesse, denn viele Kleinigkeiten ergeben viele Einsparungen (Margarethe Nickel)“. In Team- Besprechungen diskutieren wir Verbesserungs- und Einsparmöglichkeiten. Die Umstellung unserer Beleuchtung auf LED und gleichzeitiger Reduzierung der Anzahl der Beleuchtungsmittel ergab einen Return of Investment von einem Jahr. Wir haben außerdem ein betriebliches Vorschlagswesen, in das Mitarbeitende sich einbringen können, auch beim Klimaschutz. Die besten Ideen werden dann prämiert und umgesetzt. Ein Mitarbeitender, der nebenbei Imker ist, brachte uns auf die Idee, Bienen auf unserem Unternehmensgelände ein zu Hause zu geben. Damit fördern wir die Biodiversität und stellen unseren eigenen Honig her.

Wie kommt das Thema Klimaschutz in Ihrer Belegschaft an und auf welche Qualifizierungen setzen Sie?

Mittlerweile ist der Klimawandel überall angekommen. Wir versuchen, unseren Mitarbeitenden mit gutem Beispiel voranzugehen und sie zum Nachdenken anzuregen. „Ich interessiere mich auch privat für den Klimaschutz und arbeite als Auditor sowie Managementbeauftragter für Umwelt- und Energiesysteme mit einer Handvoll weiterer Mitarbeiter an dem Thema. Dabei sensibilisieren wir auch Führungskräfte. Mit Schulungen und Webinaren qualifiziere ich mich weiter, auch bei der IHK Ostwestfalen zu Bielefeld. So bin ich auch auf die Energie-Scouts gestoßen und plane eine Beteiligung unseres Unternehmens. Wir sind ein traditioneller Ausbildungsbetrieb und haben jährlich vier bis acht Auszubildende. Diese möchten wir fit für die Zukunft machen, beruflich und auch persönlich.“ (Uwe Schneider).


Weitere Informationen

Für weitere Informationen können Sie sich an die Euscher GmbH & Co. KG wenden.

Zum Unternehmensprofil auf der UNK Plattform.

Quellenangabe

Datum

Zuletzt geändert am 17. Juni 2024

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