Kreislaufwirtschaft trifft Biodiversität - Warum sich beide gegenseitig verstärken und Unternehmen davon profitieren
Rohstoffverfügbarkeit, resiliente Lieferketten und regulatorische Anforderungen entwickeln sich zunehmend zu strategischen Wettbewerbsfaktoren. Dabei gerät ein wesentlicher Erfolgsfaktor stärker in den Fokus: die Biodiversität. Denn funktionierende Ökosysteme sichern den Zugang zu Rohstoffen, Wasser und weiteren natürlichen Ressourcen, auf denen Wertschöpfung basiert.
Gleichzeitig ist der Verlust biologischer Vielfalt eng mit der Art und Weise verbunden, wie wir Ressourcen aktuell gewinnen und nutzen. Hier setzt die Kreislaufwirtschaft an: Wer Materialien länger im Umlauf hält, Primärrohstoffe ersetzt und Ressourcen effizienter nutzt, reduziert den Druck auf diese Grundlagen und sichert zukünftiger Wertschöpfung. Biodiversität und Kreislaufwirtschaft sind deshalb nicht zwei getrennte Nachhaltigkeitsthemen, sondern sie bedingen sich gegenseitig!
Wir zeigen Ihnen, wie sich dieser Zusammenhang konkret für Unternehmen nutzen lässt und welche Ansatzpunkte sich daraus für die Praxis ergeben:
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Durch die Nutzung von Recyclingfasern, den reduzierten Einsatz von Primärrohstoffen und verantwortungsvolle Rohstoffstrategien zeigt WEPA Hygieneprodukte GmbH, wie der Druck auf natürliche Ökosysteme verringert werden kann, ohne dabei von hohen Qualitätsansprüchen abzurücken. Das Unternehmen entwickelt partnerschaftlich Geschäftsmodelle entlang der Lieferkette, die ökologische und ökonomische Ziele verbinden.
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Die WILO SE zeigt, wie sich Kreislaufwirtschaft bereits in der Produktentwicklung verankern lässt. Das Unternehmen setzt bei seinen Pumpensystemen auf ein innovatives Design, das die Demontage und die Rückgewinnung wertvoller Materialien erleichtert. Dies betrifft insbesondere die seltenen Erden, die in Permanentmagneten enthalten sind. Durch die konstruktive Trennbarkeit der Komponenten können die Magnete am Ende der Nutzungsphase gezielt ausgebaut, wiederverwendet oder dem Recycling zugeführt werden. Auf diese Weise lassen sich seltene Rohstoffe wie Neodym und Dysprosium im Kreislauf führen, der Bedarf an Primärrohstoffen verringern und die erheblichen Umweltbelastungen reduzieren, die mit dem Abbau und der Aufbereitung dieser kritischen Rohstoffe verbunden sind. WILO verdeutlicht damit, dass ein kreislauffähiges Produktdesign nicht nur die Ressourceneffizienz erhöht, sondern auch einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit, zum Klimaschutz und zu einer nachhaltigen industriellen Wertschöpfung leistet.
Veranstalter
Eine gemeinsame kostenfreie Veranstaltung von IHK Arnsberg, IHK zu Dortmund, IHK Nord Westfalen, IHK Ostwestfalen zu Bielefeld und InnoZent OWL e.V. (Projekt CE:FIRE).