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KlimaGuide

Die wesentlichen Infos für Klimaschutz in KMUs: an einem Ort, strukturiert, übersichtlich. Nutzen Sie die Filter und/oder die Freitextsuche, um die für Ihr Unternehmen passenden Inhalte zu erhalten.

Bitte beachten Sie: Um Maßnahmen planen und auswerten zu können, müssen Sie mit Ihrem Unternehmen Mitglied im Unternehmensnetzwerk Klimaschutz sein. Dazu registrieren Sie sich auf der UNK-Plattform und legen ein Profil für Ihr Unternehmen an. Informationen zur kostenlosen Mitgliedschaft finden Sie hier.

Alle Inhalte sind sorgfältig recherchiert, für Richtigkeit und Aktualität können wir aber keine Gewähr übernehmen. Hinweise zur Verbesserung und Vorschläge für weitere Beiträge nehmen wir gerne auf (netzwerk-klimaschutz(at)dihk.de).

22 Einträge

Gutes Beispiel

Teilnehmerprojekt an der 2024 Energie-Scout Bestenehrung. Dieses Projekt wurde bei OTTO DÖRNER GmbH & Co. KG umgesetzt.

Gutes Beispiel

…In aller Kürze Energie-Scout-Projekt zum verbesserten Materialtransport in der Produktionsanlage Die RCS Rohstoffverwertung GmbH ist ein zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb. Das Unternehmen bietet individuelle Entsorgungspakete, ist spezialisiert auf den Handel mit Sekundärrohstoffen und übernimmt das Recycling von PET-Flaschen. Die RCS beschäftigt am Standort in Werne ca. 200 Mitarbeiter:innen. Der Transport von Kunststoffflocken (Flakes) erfolgte bisher über Gebläse. Diese sind nicht regelbar und laufen kontinuierlich auf Volllast, um die Flakes in Bewegung zu setzen. Die Folge ist ein unnötig hoher Stromverbrauch. Auch sind die Flakes durch die hohen Strömungsgeschwindigkeiten stark ausgefranst, was die Schüttbarkeit verschlechtert. Ein weiterer Nachteil sind die Staubbelastung und der hohe Geräuschpegel, da die Flakes laut in den Rohren anschlagen. Der Betrieb der Gebläse war folglich ineffizient und kostspielig. Das sollte sich ändern! Die Energie-Scouts entwickelten die Idee, die Gebläse der Anlage (die für den Flake-Transport zuständig sind) zukünftig durch Schnecken auszutauschen. Die Schnecken bieten gegenüber den bisherigen Gebläsen zahlreiche Vorteile: Zum einen sind diese regelbar und laufen nicht auf Volllast, was sich positiv auf den Stromverbrauch auswirkt. Leistungsspitzen können verringert und die Materialzufuhr besser geregelt werden. Außerdem sind die Schnecken leiser und erzeugen kaum Staub. Sie sind zukunftssicher und können durch ihre modulare Bauweise bei Bedarf nachgerüstet werden. Auch kann der Platz in der Anlage zukünftig besser genutzt werden, da die Verrohrungen wegfallen. Durch den Einsatz von Förderschnecken spart das Unternehmen zukünftig bis zu 8.000 Euro pro Jahr. Das Energie-Scout-Projekt verfügt über eine mittlere Amortisationszeit, die anfallenden Kosten von 79.000 Euro amortisieren sich nach 9 Jahren. Die erwartete jährliche Energieeinsparung liegt bei beachtlichen 41.000 kWh. Dies entspricht einer CO₂-Einsparung von 20 Tonnen pro Jahr.…

Gutes Beispiel

…In aller Kürze Verringerung von Fremdstoffen in Prüfmedien von Armaturen-Prüfständen Die ARI-Armaturen - Albert Richter GmbH & Co. KG entwickelt und produziert seit über 60 Jahren Armaturen zum Absperren, Regeln, Sichern und Ableiten von flüssigen und gasförmigen Medien. Anwendungen finden die Produkte, die von rund 850 Mitarbeitern an drei deutschen Standorten produziert werden, weltweit beispielsweise in Industrie-und Chemieprozessen, dem Schiffbau oder der Gebäudetechnik. Als Fortbildungsmaßnahme und zum Heben von möglichen Einsparpotentialen hat das Unternehmen mit zwei angehenden Industriemechanikern, einem angehenden Industriekaufmann und einem angehenden technischen Produktdesigner an der Energie-Scout Schulung der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld teilgenommen. Nach dem Abschluss der Energie-Scout Schulung haben die Auszubildenden zunächst eine Betriebsbegehung unternommen und Gespräche mit Bereichsleitern und Mitarbeitern/innen geführt. Anschließend haben sie eine Liste mit möglichen Projektideen erstellt und diese priorisiert. Ganz oben auf der Liste landete ein möglicher Verbesserungsvorschlag für die Armaturen-Prüfstände. In den Prüfständen werden bei ARI die fertigen Armaturen und Ventile auf ihre Dichtigkeit getestet. Hierfür werden spezielle Prüfflüssigkeiten verwendet. In diesen Flüssigkeiten lagern sich aber im Laufe der Zeit vermehrt Fremdstoffe ab. Einerseits führt dies zu einer erhöhten Fehlerquote bei den Testläufen, andererseits muss die Prüfflüssigkeit als Folge häufig erneuert und entsorgt werden. Zunächst installierten die Energie-Scouts deshalb einen Filter und überprüften die Wirkung. Es zeigte sich hierbei, dass der Filter nur mäßig wirkt und dass der größte Anteil der Fremdstoffe tatsächlich nicht von Produktionsrückständen der Werkstücke kommt, sondern aus der Umgebungsluft stammt. Als Ergänzung zu dem Filter brachten die Auszubildenden deshalb eine spezielle Abdeckung an, welches das Eintreten von Fremdstoffen aus der Umgebungsluft verhindert. Durch die Abschirmung konnte die Verschmutzung des Prüfmediums mit Fremdstoffen effektiv verringert werden. Die Wechselintervalle des Prüfmediums wurden entsprechend verlängert, was zu einer Einsparung von 3.816 Litern Prüfmedium pro Jahr geführt hat. Als positiver Nebeneffekt konnte die Fehlerquote bei Testläufen und damit auch der Arbeitsaufwand für Nacharbeiten reduziert werden. Dem Kostenaufwand von 3.131,50 Euro stehen Einsparungen von 10.977,50 Euro im Jahr gegenüber. Die Amortisationszeit liegt damit bei unter 0,29 Jahren.  Die Energie-Scouts haben ihre Projektergebnisse der Betriebsmittelkonstruktion zur Verfügung gestellt. Diese koordiniert nun die Umsetzung der Maßnahme bei den 60 weiteren Prüfständen an allen drei Standorten. Mit ihrem Projekt haben die Energie-Scouts von ARI-Armaturen den Sonderpreis für Ressourceneffizienz bei der bundesweiten Energie-Scout Besten-Ehrung 2017 gewonnen.…

Gutes Beispiel

…In aller Kürze Isolierung von Laugetanks senkt den Energieverbrauch bei Reinigung von Behältern, Leitungen und Produktionseinheiten Die Karlsberg Brauerei GmbH wurde im Jahr 1878 unter dem Namen „Bayrische Bierbrauerei zum Karlsberg“ gegründet. Innerhalb weniger Jahre wurde daraufhin die Brauerei aufgebaut. Heute verzeichnet das familiengeführte Unternehmen eine jährliche Produktionsmenge von rund zwei Millionen Hektolitern. Die Karlsberg Brauerei GmbH beschäftigt an ihrem Standort in Homburg 310 Mitarbeiter/innen. Darunter befinden sich aktuell 29 Auszubildende in sieben verschiedenen Ausbildungsberufen. An dem Energie-Scout Projekt beteiligten sich zwei Industriekauffrauen, ein Industriemechaniker und ein Elektroniker. Um eine saubere Bierherstellung zu gewährleisten werden in einer Clearing in Place (CIP)-Anlage die Behälter, Leitungen und Produktionseinheiten mit einer erhitzen Lauge gereinigt. Die dafür notwendige Wärme sowie der Energieverbrauch der Raumlüftungsanlage boten Potenzial für die Initiierung eines Energieeffizienzprojekts. Vor dem Energie-Scout Projekt waren zwei der drei Laugetanks sowie der Heißwassertank nicht isoliert. Die heiße Lauge und das Heißwasser erwärmten die Tanks, welche die Wärme in den Raum abstrahlten.  Ab 32 °C Raumtemperatur wurde eine Belüftungsanlage in Betrieb genommen. Durch den Wärmeverlust der beiden Laugetanks musste die Lauge mittels Umwälzung kontinuierlich nacherhitzt werden. Mittels entsprechender Maßnahmen sollten die Prozesse der CIP-Anlage effizienter gestaltet und der Wärmeverlust reduziert werden. Ziele waren eine reduzierte Laufzeit der Umwälzpumpe und des damit verbundenen Stromverbrauchs und die Verringerung des Stromverbrauchs für die Raumkühlung. Die Energie-Scouts verglichen den bereits isolierten Tank mit nicht isolierten Tanks und stellten deutliche Einsparpotenziale fest. Nach der Dokumentation des Temperaturverlaufs der Lauge sowie der notwendigen Wärmemenge, um die Lauge zu erhitzen, erfolgte die Bestückung der beiden Tanks mit einer 100 mm dicken Isolierung. Die Berechnung des Energie-Scout-Teams ergab, dass durch die Isolierung der Tanks eine Energieeinsparung von rund 36 Prozent möglich ist. Durch die Reduktion der abgestrahlten Wärme der Lauge- und des Heißwassertanks kann auf eine Belüftungsanlage vollständig verzichtet werden. Jährlich können so ca. 8.900 Euro eingespart werden. Die Energieeinsparungen belaufen sich auf ca. 100.000 kWh und ergeben eine CO2 -Einsparung von ca. 42 Tonnen. Die Investitionskosten für die Tankisolierung amortisieren sich bereits nach 1,5 Jahren.…