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KlimaGuide

Die wesentlichen Infos für Klimaschutz in KMUs: an einem Ort, strukturiert, übersichtlich. Nutzen Sie die Filter und/oder die Freitextsuche, um die für Ihr Unternehmen passenden Inhalte zu erhalten.

Bitte beachten Sie: Um Maßnahmen planen und auswerten zu können, müssen Sie mit Ihrem Unternehmen Mitglied im Unternehmensnetzwerk Klimaschutz sein. Dazu registrieren Sie sich auf der UNK-Plattform und legen ein Profil für Ihr Unternehmen an. Informationen zur kostenlosen Mitgliedschaft finden Sie hier.

Alle Inhalte sind sorgfältig recherchiert, für Richtigkeit und Aktualität können wir aber keine Gewähr übernehmen. Hinweise zur Verbesserung und Vorschläge für weitere Beiträge nehmen wir gerne auf (netzwerk-klimaschutz(at)dihk.de).

26 Einträge

Gutes Beispiel

Durch Auszubildende Energie sparen? Wie das geht zeigen unsere ausgezeichneten Energie-Scouts Projekte der IHKs.

Maßnahme

Abschaltung des Druckluftsystems in Zeiten, in denen nicht gearbeitet wird, sowie das Abschalten von angeschlossenen Verbrauchern, die vorübergehend nicht genutzt werden.

Gutes Beispiel

"Einfach mal abschalten!" ist ein Teilnehmerprojekt am 2023 Climate Champions Wettbewerb für Energie Scouts. Dieses Projekt wurde bei der Maschinenfabrik Kurt Neubauer GmbH & Co. KG umgesetzt.

Förderlotse

Gefördert werden u. a. Soft- und Hardware im Zusammenhang mit der Einrichtung oder Anwendung eines Energie- oder Umweltmanagementsystems.

Gutes Beispiel

…In aller Kürze Energie-Scout-Projekt zum verbesserten Materialtransport in der Produktionsanlage Die RCS Rohstoffverwertung GmbH ist ein zertifizierter Entsorgungsfachbetrieb. Das Unternehmen bietet individuelle Entsorgungspakete, ist spezialisiert auf den Handel mit Sekundärrohstoffen und übernimmt das Recycling von PET-Flaschen. Die RCS beschäftigt am Standort in Werne ca. 200 Mitarbeiter:innen. Der Transport von Kunststoffflocken (Flakes) erfolgte bisher über Gebläse. Diese sind nicht regelbar und laufen kontinuierlich auf Volllast, um die Flakes in Bewegung zu setzen. Die Folge ist ein unnötig hoher Stromverbrauch. Auch sind die Flakes durch die hohen Strömungsgeschwindigkeiten stark ausgefranst, was die Schüttbarkeit verschlechtert. Ein weiterer Nachteil sind die Staubbelastung und der hohe Geräuschpegel, da die Flakes laut in den Rohren anschlagen. Der Betrieb der Gebläse war folglich ineffizient und kostspielig. Das sollte sich ändern! Die Energie-Scouts entwickelten die Idee, die Gebläse der Anlage (die für den Flake-Transport zuständig sind) zukünftig durch Schnecken auszutauschen. Die Schnecken bieten gegenüber den bisherigen Gebläsen zahlreiche Vorteile: Zum einen sind diese regelbar und laufen nicht auf Volllast, was sich positiv auf den Stromverbrauch auswirkt. Leistungsspitzen können verringert und die Materialzufuhr besser geregelt werden. Außerdem sind die Schnecken leiser und erzeugen kaum Staub. Sie sind zukunftssicher und können durch ihre modulare Bauweise bei Bedarf nachgerüstet werden. Auch kann der Platz in der Anlage zukünftig besser genutzt werden, da die Verrohrungen wegfallen. Durch den Einsatz von Förderschnecken spart das Unternehmen zukünftig bis zu 8.000 Euro pro Jahr. Das Energie-Scout-Projekt verfügt über eine mittlere Amortisationszeit, die anfallenden Kosten von 79.000 Euro amortisieren sich nach 9 Jahren. Die erwartete jährliche Energieeinsparung liegt bei beachtlichen 41.000 kWh. Dies entspricht einer CO₂-Einsparung von 20 Tonnen pro Jahr.…

Gutes Beispiel

…In aller Kürze Verringerung von Fremdstoffen in Prüfmedien von Armaturen-Prüfständen Die ARI-Armaturen - Albert Richter GmbH & Co. KG entwickelt und produziert seit über 60 Jahren Armaturen zum Absperren, Regeln, Sichern und Ableiten von flüssigen und gasförmigen Medien. Anwendungen finden die Produkte, die von rund 850 Mitarbeitern an drei deutschen Standorten produziert werden, weltweit beispielsweise in Industrie-und Chemieprozessen, dem Schiffbau oder der Gebäudetechnik. Als Fortbildungsmaßnahme und zum Heben von möglichen Einsparpotentialen hat das Unternehmen mit zwei angehenden Industriemechanikern, einem angehenden Industriekaufmann und einem angehenden technischen Produktdesigner an der Energie-Scout Schulung der Industrie- und Handelskammer Ostwestfalen zu Bielefeld teilgenommen. Nach dem Abschluss der Energie-Scout Schulung haben die Auszubildenden zunächst eine Betriebsbegehung unternommen und Gespräche mit Bereichsleitern und Mitarbeitern/innen geführt. Anschließend haben sie eine Liste mit möglichen Projektideen erstellt und diese priorisiert. Ganz oben auf der Liste landete ein möglicher Verbesserungsvorschlag für die Armaturen-Prüfstände. In den Prüfständen werden bei ARI die fertigen Armaturen und Ventile auf ihre Dichtigkeit getestet. Hierfür werden spezielle Prüfflüssigkeiten verwendet. In diesen Flüssigkeiten lagern sich aber im Laufe der Zeit vermehrt Fremdstoffe ab. Einerseits führt dies zu einer erhöhten Fehlerquote bei den Testläufen, andererseits muss die Prüfflüssigkeit als Folge häufig erneuert und entsorgt werden. Zunächst installierten die Energie-Scouts deshalb einen Filter und überprüften die Wirkung. Es zeigte sich hierbei, dass der Filter nur mäßig wirkt und dass der größte Anteil der Fremdstoffe tatsächlich nicht von Produktionsrückständen der Werkstücke kommt, sondern aus der Umgebungsluft stammt. Als Ergänzung zu dem Filter brachten die Auszubildenden deshalb eine spezielle Abdeckung an, welches das Eintreten von Fremdstoffen aus der Umgebungsluft verhindert. Durch die Abschirmung konnte die Verschmutzung des Prüfmediums mit Fremdstoffen effektiv verringert werden. Die Wechselintervalle des Prüfmediums wurden entsprechend verlängert, was zu einer Einsparung von 3.816 Litern Prüfmedium pro Jahr geführt hat. Als positiver Nebeneffekt konnte die Fehlerquote bei Testläufen und damit auch der Arbeitsaufwand für Nacharbeiten reduziert werden. Dem Kostenaufwand von 3.131,50 Euro stehen Einsparungen von 10.977,50 Euro im Jahr gegenüber. Die Amortisationszeit liegt damit bei unter 0,29 Jahren.  Die Energie-Scouts haben ihre Projektergebnisse der Betriebsmittelkonstruktion zur Verfügung gestellt. Diese koordiniert nun die Umsetzung der Maßnahme bei den 60 weiteren Prüfständen an allen drei Standorten. Mit ihrem Projekt haben die Energie-Scouts von ARI-Armaturen den Sonderpreis für Ressourceneffizienz bei der bundesweiten Energie-Scout Besten-Ehrung 2017 gewonnen.…

Gutes Beispiel

…In aller Kürze Isolierung von Laugetanks senkt den Energieverbrauch bei Reinigung von Behältern, Leitungen und Produktionseinheiten Die Karlsberg Brauerei GmbH wurde im Jahr 1878 unter dem Namen „Bayrische Bierbrauerei zum Karlsberg“ gegründet. Innerhalb weniger Jahre wurde daraufhin die Brauerei aufgebaut. Heute verzeichnet das familiengeführte Unternehmen eine jährliche Produktionsmenge von rund zwei Millionen Hektolitern. Die Karlsberg Brauerei GmbH beschäftigt an ihrem Standort in Homburg 310 Mitarbeiter/innen. Darunter befinden sich aktuell 29 Auszubildende in sieben verschiedenen Ausbildungsberufen. An dem Energie-Scout Projekt beteiligten sich zwei Industriekauffrauen, ein Industriemechaniker und ein Elektroniker. Um eine saubere Bierherstellung zu gewährleisten werden in einer Clearing in Place (CIP)-Anlage die Behälter, Leitungen und Produktionseinheiten mit einer erhitzen Lauge gereinigt. Die dafür notwendige Wärme sowie der Energieverbrauch der Raumlüftungsanlage boten Potenzial für die Initiierung eines Energieeffizienzprojekts. Vor dem Energie-Scout Projekt waren zwei der drei Laugetanks sowie der Heißwassertank nicht isoliert. Die heiße Lauge und das Heißwasser erwärmten die Tanks, welche die Wärme in den Raum abstrahlten.  Ab 32 °C Raumtemperatur wurde eine Belüftungsanlage in Betrieb genommen. Durch den Wärmeverlust der beiden Laugetanks musste die Lauge mittels Umwälzung kontinuierlich nacherhitzt werden. Mittels entsprechender Maßnahmen sollten die Prozesse der CIP-Anlage effizienter gestaltet und der Wärmeverlust reduziert werden. Ziele waren eine reduzierte Laufzeit der Umwälzpumpe und des damit verbundenen Stromverbrauchs und die Verringerung des Stromverbrauchs für die Raumkühlung. Die Energie-Scouts verglichen den bereits isolierten Tank mit nicht isolierten Tanks und stellten deutliche Einsparpotenziale fest. Nach der Dokumentation des Temperaturverlaufs der Lauge sowie der notwendigen Wärmemenge, um die Lauge zu erhitzen, erfolgte die Bestückung der beiden Tanks mit einer 100 mm dicken Isolierung. Die Berechnung des Energie-Scout-Teams ergab, dass durch die Isolierung der Tanks eine Energieeinsparung von rund 36 Prozent möglich ist. Durch die Reduktion der abgestrahlten Wärme der Lauge- und des Heißwassertanks kann auf eine Belüftungsanlage vollständig verzichtet werden. Jährlich können so ca. 8.900 Euro eingespart werden. Die Energieeinsparungen belaufen sich auf ca. 100.000 kWh und ergeben eine CO2 -Einsparung von ca. 42 Tonnen. Die Investitionskosten für die Tankisolierung amortisieren sich bereits nach 1,5 Jahren.…

Gutes Beispiel

…In aller Kürze Abdichtung von Druckluftleckagen, Isolierung von Abluftrohren, Durchflussregelung bei Kühlwasserleitungen. Die Schreiner Group ist ein international tätiges deutsches Familienunternehmen der druck- und folienverarbeitenden Industrie mit über 1.000 Mitarbeitern. Das Unternehmen bietet Produkte, Lösungen und Services für die pharmazeutische Industrie und Medizintechnik, die Automobil- und Elektronikindustrie, Logistik und Maschinenbau. Um die Energiekosten zu senken und gleichzeitig die persönliche Entwicklung der Auszubildenden zu fördern, haben Vertreter des Hauses an der Energie-Scout-Fortbildung der IHK für München und Oberbayern teilgenommen. Bereits im Vorfeld der Qualifizierung identifizierten die Azubis in einem eigens gegründeten Arbeitsteam mit ihren Ausbildern mögliche Projektthemen: In der Produktion benötigt das Unternehmen für den Betrieb der Druckmaschinen einerseits Druckluft und Strom sowie andererseits für die Wärmeableitung eine konstante Kühlwasserzufuhr und Klimatisierung der Raumluft. Die vier Energie-Scouts konzentrierten sich auf drei verschiedene Teilprojekte. Zunächst beschäftigten sie sich mit der Optimierung der Druckluftversorgung. Für Druckluftleitungen typisch gingen auch bei der Schreiner Group bisher durch Leckagen große Mengen an Druckluft und damit Energie verloren. Durch den Betriebslärm der Maschinen konnten Leckagen bisher nur in Ruhezeiten und damit teilweise nur einmal im Jahr identifiziert werden. Die Energie-Scouts schafften deshalb ein neues Gerät an, welches die präzise Ortung von Leckagen auch während der Produktion ermöglicht. Nach einer ersten Kontrolle erneuerten sie einige pneumatische Verbindungsstücke und dichteten Leckagen ab. In einem zweiten Schritt nahmen sie sich der Abluftrohre der Druckmaschinen-Trockner an. Eine Betrachtung unter der Wärmebildkamera zeigte, dass die Abluftrohre die warme Luft zwar nach draußen ableiten, sich hierbei allerdings schon in der Halle auf bis zu 50 Grad Celsius erhitzen. Da die Raumtemperatur für einen optimalen Druckbetrieb auf konstanten 22 Grad Celsius gehalten werden muss, erarbeiteten die Energie-Scouts Lösungen zur Wärmeisolierung der Abwärmerohre. Zuletzt führten die Energie-Scouts Messungen am Kühlwasserverbrauch der verschiedenen Anlagen durch. Die Schreiner Group darf das zur Kühlung verwendete Grundwasser um maximal fünf Grad erwärmen. Durch eine hohe Durchlaufleistung erwärmt sich das Wasser bei der Kühlung bisher aber nur um ein Grad. Zur Kühlung würde also auch eine niedrigere Durchlaufleistung ausreichen. Als Folge sinken dann der Stromverbrauch der Pumpen und der Verbrauch von Grundwasser. Für den Austausch der pneumatischen Verbindungsstücke und die Abdichtung der Druckluftleckagen sind Kosten in Höhe von 38,10 Euro entstanden. Gleichzeitig werden pro Jahr 3.196 kWh Strom für die Drucklufterzeugung bzw. 28.080 m³ Druckluft eingespart. Die Isolierung der Abwärmeleitung der Trockner kostet jeweils 650 Euro und führt zu Einsparungen von 528 kWh Strom jährlich. Da sich die Umrüstung erst nach über sieben Jahren amortisiert, werden nur Anlagen umgerüstet. die jünger als drei Jahre sind. Für Neuanschaffungen hat die Schreiner Group die Wärmeisolierungen in das Lastenheft geschrieben. Die Durchflussregulierung der Kühlwasserleitungen wird aktuell noch geplant. Bei einem Jahresbedarf von 580.000 kWh Strom für die Grundwasserpumpen und zwei Millionen m³ Grundwasser für die Kühlung ist jedoch mit hohen Einsparungen zu rechnen. Die Energie-Scouts aus dem nachfolgenden Ausbildungsjahr sollen das Projekt übernehmen und weiterführen. Mit ihrem Projekt haben die Azubis der Schreiner Group bei der bundesweiten Besten-Ehrung der Mittelstandsinitiative Energiewende und Klimaschutz den 2. Platz belegt und zählen damit zu Deutschlands besten Energie-Scouts.…