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Energieeffizienz

Unser Energiesystem muss im Sinne einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Entwicklung umgebaut werden. Wie, das erfahren Sie hier.

Grüne Balken auf grünem Grund symbolisieren einen Heizkörper. Auf diesem Bilden Kugeln eine Wachstumskurve.

Mit Energie verbinden die meisten von uns die Stromerzeugung durch konventionelle und erneuerbare Energieträger. Im Rahmen der Energiewende spielen erneuerbare Energien langfristig eine zentrale Rolle. Doch derzeit belastet unser Energieverbrauch und dessen Folgen die Umwelt. Energie wird zwar immer effizienter genutzt und teilweise eingespart, doch Wirtschaftswachstum und Konsumsteigerungen verhindern einen deutlicheren Verbrauchsrückgang. Unser Energiesystem muss daher im Sinne einer nachhaltigen und zukunftsfähigen Entwicklung umgebaut werden. Dazu zählen das Einsparen von Energie, eine erhöhte Effizienz bei Energieerzeugung und -nutzung sowie der Wechsel zu emissionsfreien Energieträgern.

Was haben Unternehmen von einer energieeffizienten Ausrichtung? Sinnvoll und sparsam mit der gebrauchten und produzierten Energie umzugehen, zahlt sich immer aus. Das ist nicht nur gut für die Umwelt, sondern auch günstiger für die Unternehmen. Energieeffizienz hat zudem ein großes technisches Potenzial und schafft viele neue Arbeitsplätze. Außerdem gibt es viele Möglichkeiten, staatliche Fördermittel zu bekommen, die dabei helfen, die notwendigen Investitionen zur Steigerung der Energieeffizienz zu stemmen.

Effektiv werden die meisten Unternehmen schon deutlich früher als 2045 – dem Jahr, in dem Treibhausgasneutralität in Deutschland erreicht werden soll - weitestgehend frei von fossilen Energieträgern arbeiten müssen. Neben der Umstellung auf Erneuerbare Energien ist eine möglichst effiziente Nutzung von Energie entscheidend, um auf dem Weg Richtung Klimaneutralität nicht in eine Kostenfalle zu laufen.

Selbstverständlich haben Unternehmen als erstes die Kosten, die eine Modernisierung mit sich bringt, im Blick. Investitionen in die Zukunft rechnen sich jedoch langfristig. Denn wer Energie einspart, der hat auch weniger laufende Kosten. Das trägt wiederum dazu bei, dass ein Unternehmen seine Preise stabil halten oder sogar senken kann, ohne Verluste hinnehmen zu müssen.

Perspektivisch wird Klimaschutz zu einer Grundanforderung für alle Marktteilnehmer unabhängig von Größe und Branche werden. Die Erfüllung von Klimaschutzstandards wird immer wichtiger, um mit den eigenen Produkten und Dienstleistungen am Markt erfolgreich zu sein. Die Berücksichtigung von Klimaschutz in der Beschaffung ist für die meisten Unternehmen der wichtigste Hebel, um den eigenen CO2-Fußabdruck zu senken – und ist zugleich Anforderung an den jeweiligen Zulieferer in der Lieferkette.

Auf einen Blick: Ihre Vorteile

Reduktion Energieverbrauch und -kosten

Es wird oft gesagt, die Energiewende erhöhe die Energiekosten. Das trifft vielleicht auf die Preise zu, aber den Verbrauch können wir durch mehr Energieeffizienz reduzieren. Somit haben wir im Idealfall vielleicht sogar geringere Kosten. Der große Vorteil ist, dass wir bei geringerem Verbrauch weniger von steigenden Kosten betroffen sind.

Reduktion CO2-Ausstoß

Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz reduzieren den Energieverbrauch und damit auch den CO2-Ausstoß. Vor allem bei Heizungen macht sich dies sehr deutlich und direkt für den Betreiber bemerkbar.

Unabhängigkeit vom Stromsystem

Es lässt sich eine erhöhte Unabhängigkeit vom Stromsystem herstellen, wenn man bspw. den Eigenverbrauch durch eine Photovoltaik-Anlage mit Batteriespeicher gewährleisten kann. Wer weniger Energie verbraucht, kann einen höheren Anteil von selbst erzeugtem Strom nutzen. Es steigt also die Unabhängigkeit, die mit dem System gewünscht wird.

Erhöhte Produktivität und Qualität der Produktion

Neben der Steigerung der Wirtschaftlichkeit kann durch Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz auch die Produktivität erhöht werden, auch die Qualität der Produktion kann sich verbessern. Alles liegt im Interesse von Wirtschaftsunternehmen. Aber auch die Volkswirtschaft kann durch die vielfältigen Vorteile der Energieeffizienz profitieren.

Wettbewerbsvorteile

Energieeffizienz kann das Betriebsimage aufwerten und somit zu einer Verbesserung der Wettbewerbschancen beitragen. 

Erfüllung von Genehmigungsanforderungen

Die nachhaltige Transformation der deutschen Wirtschaft stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen. Nationale und internationale Gesetzesvorgaben und lokale und regionale Anforderungen nehmen Unternehmen verstärkt in die Pflicht - eine energieeffiziente Produktion erfüllt die meisten Genehmigungsanforderungen. 

Definition: Energieeffizienz

Die Energiewende verlangt Umdenken und Innovation. Unser heutiger Energieverbrauch muss so schnell wie möglich auf die Hälfte reduziert werden. Und diesen Bedarf müssen wir mit regenerativen Energiequellen klima- und umweltfreundlich decken. Je effizienter wir Strom, Wärme und Kraftstoffe nutzen, desto besser gelingt die Energiewende.

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I. Energieeffizienz

Was bedeutet eigentlich Energieeffizienz? Sie gilt als schlafender Riese der Energiewende. Laut Umweltbundesamt beschreibt Energieeffizienz allgemein das Verhältnis eines bestimmten Nutzens – zum Beispiel die Bereitstellung von Licht oder Wärme – zu dessen Energieeinsatz. Je weniger Energie eingesetzt werden muss, umso energieeffizienter ist ein Produkt oder eine Dienstleistung. Energieeffizienz ist eine tragende Säule der Energiewende, denn die klimaschonendste und günstigste Kilowattstunde ist die, die wir gar nicht erst verbrauchen. Dabei muss der Energiebedarf insgesamt verringert und müssen die Verluste in der Energieumwandlung, dem Transport, der Speicherung und der Nutzung minimiert werden.

Auch dies ist ein Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz, weil bei der Umwandlung und Nutzung von Energie, v.a. aus fossilen Energieträgern, immer auch Schadstoffe entstehen, die Luft, ⁠Klima⁠, Wasser und Boden belasten. So hat sich die Bundesregierung in ihrem Energiekonzept das Ziel gestellt, den Stromverbrauch in Deutschland bis zum Jahr 2020 um 10 % und bis zum Jahr 2050 um 25 % - verglichen mit dem Stromverbrauch im Jahr 2008 - zu verringern. Auch im Verkehr sollen bis 2050 40% der Endenergie – verglichen mit dem Energieverbrauch im Jahr 2005 – eingespart werden.

II. Betriebliches Energiemanagement

Grundlage des betrieblichen Energiemanagements ist die Erfassung, die Auswertung und die Darstellung des energetischen Ist-Zustandes im Unternehmen. Dazu können Sie zum einen den Betrieb darstellen, die Energieversorgungsstruktur ansehen, Energielieferverträge sichten, den Hauptverbraucher ausfindig machen, Messungen durchführen und Daten aufbereiten.

Tools zur Energiereduzierung

Hier stellen wir Ihnen einzelne Maßnahmen und Tools vor, um Energie zu sparen.

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  • Strommessgeräte
  • Stromzähler
  • Wärmemengenzähler
  • Luftvolumenstrommessgerät
  • Temperaturmessgerät
  • Wärmebildkamera
  • Zeitschaltuhren
  • Abschaltbare Steckerleisten
  • Master-Slave-Steckerleisten
  • Beleuchtungsoptimierung (LEDs)
  • Optimierung von Druckluft, elektrischer Antriebssysteme und Motoren, Pumpen, IT, Abwärmenutzung, Trocknung, Dampferzeugung, Prozesswärme und -kälte, Heizungstechnik, raumlufttechnische Anlagen, Kraft-Wärme-Kopplung, etc.
  • Regenerative Stromerzeugung nutzen
  • Gebäudedämmung
  • Fenstersanierung

Gute Beispiele

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