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Siegel und Standards – der Überblick für Unternehmen

Der Siegelkompass gibt Ihnen Orientierung in der Vielfalt von Siegeln, Zertifikaten und Initiativen im Bereich Klimaschutz.

Eine Großaufnahme einer Hand, in welcher ein Kompass liegt.

In die Vielzahl der heute im Bereich des Klimaschutzes verfügbaren Zertifikate, Label, Siegel und Initiativen möchten wir Licht ins Dunkel bringen, Transparenz schaffen und ihre Anforderugnen vorstellen. Hier finden Sie einen Überblick über die wichtigsten Siegel, Standards für Klimaschutz und Nachhaltigkeit und Sie erfahren mehr über deren Bedeutungen.

Wir informieren Sie im ersten Schritt über die Organisationssiegel, die Klimaschutz und Nachhaltigkeit im gesamten Unternehmen betrachten. Anschließend verschaffen Sie sich hier einen Überblick über die glaubwürdigen Produktsiegel. 

Um bei der Entwicklung und Ergänzung unserer Angebote auf dem Laufenden zu bleiben, werden Sie mit Ihrem Unternehmen Mitglied im Unternehmensnetzwerk Klimaschutz oder tragen Sie sich in unseren Newsletter ein. 

Organisationssiegel

ZIELSETZUNG: Das Ziel des Standards ist es, Unternehmen, Regierungsorganisationen und Organisationen in die Lage zu versetzen, sich dem Ziel des Pariser Abkommens anzunähern, indem sie ihre Scope-1-, -2- und -3-THG-Emissionen schrittweise auf eine absolute Null reduzieren und die verbleibenden Emissionen durch glaubwürdige und zertifizierte Ausgleichsprojekte kompensieren. Der Standard wurde in Übereinstimmung mit dem ISEAL Code of Good Practice entwickelt und wird in regelmäßigen Abständen in einem Multi-Stakeholder-Konsultationsprozess überprüft. Zertifizierte Organisationen werden in regelmäßigen Abständen von unabhängigen Zertifizierungsstellen auditiert. Unternehmen können sich für ihre Organisation, Produkte, Verpackungen und Dienstleistungen klimaneutral zertifizieren lassen.

BRANCHE: Handel, Nahrungsindutrie, Kunststoffindustrie, Chemischen Industrie

BERICHTSERSTATTUNG: Jährliche Veröffentlichung des THG-Reduktionplans auf Website oder im Jahresbericht

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ZIELSETZUNG: Das Klimaneutral-Siegel ist ein Transparentes Label für klimaneutrale Produkte, Dienstleistungen und Unternehmen.

Grundsätzlich ist es wichtig, zwischen der reinen Bilanzierung und dem Ausgleichen der Emissionen zu unterscheiden: Die genaue Berechnung der Emissionen und Erstellung der CO2-Bilanz bildet die Grundlage für Reduktionsmaßnahmen und den Ausgleich von restlichen Emissionen. Diese Schritte bilden die Voraussetzung für klimaneutrale Produkte, Unternehmen und Dienstleistungen. 

Unternehmen, die mit Klimaneutralität werben, nehmen sich selbst in die Pflicht, kontinuierlich und wirkungsvoll Klimaschutz zu betreiben. Um eine ganzheitliche Klimaschutzstrategie zu garantieren, sollte der Ausgleich von den restlichen CO2-Emissionen über zertifizierte, internationale Klimaschutzprojekte vorrangig als ergänzende Maßnahme zur tatsächlichen Emissionsreduktion eingesetzt werden.

BRANCHE: Handel, Nahrungsmittelindustrie, Kunststoffindustrie, Chemischen Industrie

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ZIELSETZUNG: Die Science Based Targets Initiative (SBTi) wurde 2015 gemeinsam durch das Carbon Disclosure Project, den United Nations Global Compact, das World Resources Institute und den World Wide Fund for Nature (WWF) ins Leben gerufen (SBTi, 2021a). Die Initiative hat es sich zum Ziel gesetzt, wissenschaftsbasierte THG-Reduktionsziele in die betriebliche Praxis einzuführen. Sie gilt als einflussreiche Initiative mit über 2.000 teilnehmenden Unternehmen. Aus der Initiative hat sich im Oktober 2021 ein Standard entwickelt, der sogenannte Corporate Net-Zero Standard.

Das Ziel des Standards ist es, Unternehmen einen robusten Ansatz zur Aufstellung von Netto-Null-Zielen, die sich mit den Klimawissenschaften im Einklang befinden, bereitzustellen (SBTi, 2021a).
Dem Net-Zero Standard zufolge müssen für das unternehmerische Netto-Null-Ziel die Scope-1-, Scope-2- und Scope-3-Emissionen auf null gesenkt werden. Auf dem Weg zum Netto-Null-Ziel müssen alle Emissionen auf ein Level gesenkt werden, das im Einklang mit einem geeigneten 1,5-°C-Emissionspfad auf der globalen oder sektoralen Ebene ist. Verbleibende Emissionen im Netto-Null-Zieljahr und danach müssen „neutralisiert“ werden (SBTi, 2021a)

BRANCHE: alle

UNTERNEHMENSGROßE: > 500 Mitarbeiter

BERICHTSERSTATTUNG: Jährliche öffentliche Berichterstattung

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ZIELSETZUNG: PRIMAKLIMA setzt sich für natürliche Klimaschutzlösungen ein. Für den klimaneutralen Geschäftsbetrieb erfasst das Unternehmen über den Standort hinaus Emissionen, die in vor- und nachgelagerten Prozessen des Geschäftsbetriebes entstehen (Scope 3). Dieser Corporate Carbon Footprint (CCF) beinhaltet beispielsweise Emissionen, die durch die verwendeten Ressourcen, die eingekauften Produkte, die Logistik, den Abfall oder die Nutzungsphase der Produkte entstehen. Da dieser Bereich sehr umfassend ist, ist die Prüfung der Berechnung durch Expert:innen nötig ist. Diese kann PRIMAKLIMA entweder vermitteln oder Sie wenden sich mit einem bereits erstellten und extern geprüften CCF an uns.

BRANCHE: Alle

BERICHTSERSTATTUNG: Ja

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ZIELSETZUNG: EMAS ist die Kurzbezeichnung für das „Gemeinschaftssystem für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung“ (Eco-Management and Audit Scheme). 
Es zielt auf Unternehmen und sonstige Organisationen, die Energie- und Materialeffizienz systematisch verbessern, schädliche Umweltwirkungen und umweltbezogene Risiken reduzieren sowie ihre Rechtssicherheit erhöhen wollen. Der Aufbau des Umweltmanagementsystems bei EMAS entspricht der Umweltmanagementnorm ISO 14001.

EMAS geht über ein reines Managementsystem hinaus und ist leistungsorientiert: Die Organisation soll sich über die umweltgesetzlichen Anforderungen hinaus verbessern. In den Prozess der kontinuierlichen Verbesserung der Umweltleistung sind die Beschäftigten einzubeziehen. Dies dient der Identifizierung der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer mit den Umweltschutzinteressen des Unternehmens und sorgt dafür, dass das Umweltmanagement "gelebt" wird und nicht in Form ungelesener Handbücher im Schrank verstaubt.

BRANCHE: Alle

BERICHTSERSTATTUNG: Ja, externe Berichterstattung erforderlich (Umwelterklärung). Offener Dialog mit externen Stakeholdern. Pflicht für öffentliche Berichterstattung

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ZIELSETZUNG: Die PAS 2060 definiert eine Reihe von Maßnahmen und Anforderungen zum Nachweis der Klimaneutralität für ganze Organisationen.

Zuerst muss der entsprechende Carbon Fußabdruck ermittelt werden. Dieser Carbon Footprint muss auf Unternehmensebene sämtliche Scope-1-Emissionen (direkte Emissionen) und Scope-2-Emissionen (indirekte Emissionen durch den Bezug von Energie), sowie alle Scope-3-Emissionen umfassen, die mehr als ein Prozent des gesamten Fußabdrucks ausmachen. Die Gesamtheit aller berichteten Emissionen muss hierbei mindestens 95% betragen.

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BERICHTSERSTATTUNG: 

  1. Für jeden Schritt (Bestimmung des Subjekts, Quantifizierung des THG-Fußabdrucks, Verpflichtung zur Klimaneutralität, Erreichung von THG-Reduktionen, Kompensation von verbleibenden Emissionen) muss eine Dokumentation vonseiten des Unternehmens erfolgen.
  2. Eine öffentlich zugängliche qualifizierende Erklärung muss bei Erreichung von Klimaneutralität abgegeben werden.

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ZIELSETZUNG: Mit einem professionellen Umweltmanagementsystem nach ISO 14001 integrieren Unternehmen Umweltmanagement erfolgreich in alle Bereiche und Prozesse.

Die ISO 14001 ist seit 1996 eine weltweit anerkannte Grundlage für Umweltmanagementsysteme und umfasst alle Aspekte für eine stetige Verbesserung der Umweltleistung. Sie definiert Aufbau, Verwirklichung, Aufrechterhaltung und fortlaufende Verbesserung eines Umweltmanagementsystems. Ihre Forderungen sind auf Organisationen jeder Art und Größe sowie auf unterschiedliche geografische, kulturelle und soziale Bedingungen anwendbar.
Das übergeordnete Ziel einer ISO 14001-Zertifizierung ist, den Umweltschutz zu fördern, Umweltauswirkungen zu reduzieren und damit Umweltziele richtig umzusetzen – im Einklang mit wirtschaftlichen, sozialen und politischen Erfordernissen. Die ISO 14001 ist der einzige zertifizierbare Standard einer ganzen Normen-Familie für Umweltmanagement. Die neue ISO 14001:2015 fordert zukünftig von Unternehmen, dass sie für ressourcenintensive Bereiche, wie zum Beispiel für die Produktion und Logistik, Leistungskennzahlen identifizieren und entwickeln. 

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BERICHTSERSTATTUNG: 

  1. Keine externe Kommunikation erforderlich. Nur die Umweltpolitik muss öffentlich zugänglich sein.
  2. Jährliches externes Audit für Aufrechterhaltung Zertifikat

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ZIELSETZUNG: Das Energiemanagement Standard erfasst alle Energieflüsse im Unternehmen. Ermittelt wird die Energieeffizienz von energieverbrauchenden Anlagen/Einrichtungen und Prozessen/Tätigkeiten. Das Ziel der ISO 50001 ist eine kontinuierliche Verbesserung der bestehenden Energieeffizienz. Dazu werden die technische Maßnahmen, strategische und organisatorische Managementansätze umgesetzt.

Was bringt Ihnen ein Energiemanagementsystem?

  • Wirtschaftlichkeit. Sie sichern sich Wettbewerbsvorteile durch niedrigere Energiekosten. 
  • Positive Energiebilanz. Sie verringern Ihren CO2-Ausstoß und erreichen eine höhere Energieeffizienz.
  • Verbessertes Image. Sie dokumentieren Ihr Energiebewusstsein und zeigen so Ihren Kunden wie wichtig Ihnen Nachhaltigkeit und Energieeffizienz ist.
  • Mitarbeitersensibilität. Sie sensibilisieren Ihre Mitarbeiter für einen effizienteren Einsatz von Energie

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ZIELSETZUNG: Die DIN EN ISO 16247 ist eine europäische Norm, die die Anfor­de­rungen an ein Energie­audit sowie die entspre­chenden Pflichten des Audit­pro­zesses definiert.

Für Unternehmen, die ihre Energiebilanz verbessern möchten, kann ein Energieaudit nach DIN EN 16247-1 ein erster wichtiger Schritt sein. Unabhängig von der Art und Größe des Unternehmens hilft ein Energieaudit, die Energieeffizienz zu verbessern und den Energieverbrauch zu senken.

Für alle Unternehmen, die ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 einführen wollen, kann es eine sinnvolle Vorstufe sein. Denn das Energieaudit ist im Grunde eine Bestandsaufnahme und eine energetische Bewertung des Energieeinsatzes und des Energieverbrauchs, die ohnehin Bestandteile der ISO 50001 sind.

Für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) lohnt sich ein Energieaudit sogar in doppelter Hinsicht: Indem sie ihren Energieverbrauch senken, senken sie gleichzeitig ihre Energiekosten. Darüber hinaus profitieren sie von einer steuerlichen Entlastung, denn diese steht ihnen nach § 55 EnergieStG bzw. § 10 StromStG zu.

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ZIELSETZUNG: Der Grüne Gockel wurde im Jahr 2000 als Umweltmanagementsystem für Kirchengemeinden und Einrichtungen der Evangelischen Landeskirche in Württemberg eingeführt. Aktuell gibt es ihn in ganz Deutschland. Der Standard hilft dabei, die Arbeit in einer Kirchengemeinde oder einer diakonischen Einrichtung zunehmend umwelt- und klimafreundlich zu gestalten. 

Mit dem Grünen Gockel werden alle umweltrelevanten Aspekte in Gemeinden kontinuierlich und systematisch betrachtet und verbessert.

Der Grüne Gockel ist das Angebot der Evangelischen Landeskirche Württemberg für eine speziell für Kirchengemeinden und kleine kirchliche Einrichtungen entwickelte Form des Umweltmanagementsystems. Dieses System orientiert sich an der EU-Öko-Audit-Verordnung EMAS III.

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ZIELSETZUNG: ÖKOPROFIT unterstützt Unternehmen dabei, interne und betriebsübergreifende Kommunikations- und Netzwerkprozesse aufzubauen. 

Das ist ein Umweltberatungsprogramm, das 1991 in Graz entwickelt wurde und seit dem auch von vielen Kommunen in Bayern für örtlich ansässige Unternehmen angeboten wird.
Die teilnehmenden Firmen werden bei der Umsetzung mit Workshops, Erfahrungsaustausch, Beratung vor Ort, sowie praxisgerechten Arbeitsmaterialien unterstützt. Am Ende steht eine Prüfung und Auszeichnung. Interessierte Betriebe können sich bei ihrem zuständigen Landratsamt melden. ÖKOPROFIT unterstützt Betriebe effizient und kostengünstig bei der Verbesserung des betrieblichen Umwelt- und Klimaschutzes. Durch die Bildung eines lokalen Netzwerkes profitieren alle teilnehmenden Akteure: Unternehmen, Behörden und Experten. 

ÖKOPROFIT richtet sich an Betriebe aller Branchen und Größen.
Es eignet sich gut als Einstieg in ein systematisches Umweltmanagement.

BRANCHE: Alle

BERICHTSERSTATTUNG: Veröffentlichung und Prüfung einer umfassenden Umwelterklärung

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ZIELSETZUNG: Mit B Corp bekommen Unternehmen nach externer Prüfung eine Zertifizierung über die Nachhaltigkeitsleistung. Das System ist international tätig und vergibt ebenso eine Punktzahl. Immer mehr europäische Unternehmen nutzen das Zertifikat. Trotzdem ist die Anerkennung und Durchdringung in Deutschland noch eher gering.
B Corporations sind in der Unternehmen, die mehr Nachhaltigkeit erreichen wollen, und sich dazu verpflichten, ihren sozialen und ökologischen Impact regelmäßig zu messen und kontinuierlich zu verbessern. B Corp-zertifizierte Unternehmen sind ein neuer Typus von Unternehmen. Sie haben sich weiterentwickelt und achten nicht mehr nur auf Gewinn, sondern auf die Balance zwischen Gewinn und positiver Wirkung auf Gesellschaft und Umwelt. 

BRANCHE: Alle

Weitere Info

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ZIELSETZUNG: We Care-zertifizierte Unternehmen handeln entlang der Lieferkette ganzheitlich nachhaltig und arbeiten an einer kontinuierlichen Verbesserung. We Care umfasst dafür systematisch relevante Nachhaltigkeitsaspekte – vom Anbau in den Ursprungsländern bis in den heimischen Supermarkt. Geprüft werden nicht einzelne (Vorzeige-)Produkte, sondern der gesamte Managementansatz eines Unternehmens. Damit schaffen We Care-zertifizierte Unternehmen Klarheit und Transparenz – zum Wohle von Mensch und Natur. Geprüft werden nicht einzelne (Vorzeige-)Produkte, sondern der gesamte Managementansatz eines Unternehmens. Damit schaffen We Care-zertifizierte Unternehmen Klarheit und Transparenz – zum Wohle von Mensch und Natur. Nach dem Standard können sich Lebensmittelunternehmen zertifizieren lassen, die selbst Lebensmittel importieren, verarbeiten oder herstellen, die Lebensmittel auch oder ausschließlich bei anderen Unternehmen herstellen lassen und die ggf. ihre Rohwaren oder Fertigprodukte auch als Groß- oder Einzelhändler vertreiben.
Der We-Care-Standard sorgt bereits jetzt für die notwendige Transparenz und Berichterstattung.

BRANCHE: Alle

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Produktsiegel

(Kopie 1)

ZIELSETZUNG: Das Siegel zeichnet genau aus, was klimaneutral ist: etwa die Verpackung oder das gesamte Produkt? Nur so ist die Kennzeichnung eindeutig und die Aussage glaubwürdig.

Klimaneutrales Produkt

  • Die Erfassung der Emissionen erfolgt auf Basis des GHG Protocol Product Life Cycle Standard.
  • Die Mindestanforderungen sind: 
  1. Erfassung und Ausgleich aller Cradle-to-Customer-Emissionen (von der Wiege bis zum Kunden)
  2. Erfassung und Ausgleich aller End-of-Life-Emissionen
  3. Ausgleich der Emissionen über anerkannte, nach strengen internationalen Kriterien zertifizierte Klimaschutzprojekte

Branche: Handel, Nahrungsmittelindustrie, Kunststoffindustrie, Chemische Industrie

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ZIELSETZUNG: Der blaue Engel ist das weltweit erste Umweltzeichnen für umweltfreundlichen Einkauf, Produkte und Dienstleistungen.

Die Kriterien für die Vergabe legt das Umweltbundesamt fest. Ein Label im Non-Food-Sektor ist so breit aufgestellt. Viele Alltagsprodukte tragen das Umweltzeichen, zum Beispiel Farben, Möbel, Waschmittel oder Recyclingpapier. Der Blaue Engel ist ein sogenanntes TYP I – Umweltzeichen, welches auf der internationalen Norm DIN EN ISO 14024 „Umweltkennzeichnungen und -deklarationen - Umweltkennzeichnung Typ I - Grundsätze und Verfahren (ISO 14024:2018)“ basiert. Es unterscheidet sich durch die umfassende und unabhängige Auszeichnung der besseren Produkte einer Produktgruppe von solchen Produktkennzeichen, die beispielsweise nur ein Kriterium betrachten oder von Herstellern selbst vergeben werden.

BRANCHE: Nahrungsmittelindustrie

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ZIELSETZUNG: Jedes Produkt, das mit dem Bio-Siegel gekennzeichnet wird, muss vor dem in Verkehr bringen bei der Informationsstelle Bio-Siegel angemeldet werden. 
Voraussetzung für die Nutzung des Bio-Siegels ist eine Zertifizierung des Unternehmens gemäß den EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau. Mit dem Bio-Siegel können folgende Produkte gekennzeichnet werden:

  • Lebende oder unverarbeitete Erzeugnisse aus Landwirtschaft oder Aquakultur
  • Verarbeitete landwirtschaftliche Erzeugnisse und solche aus -Aquakultur, die zur Verwendung als Lebensmittel oder Futtermittel bestimmt sind

Nicht mit dem Bio-Siegel gekennzeichnet werden dürfen:

  • Erzeugnisse der Jagd und der Fischerei wildlebender Tiere
  • Kosmetika
  • Arzneimittel
  • Erzeugnisse aus Umstellungsbetrieben

Das Bio-Siegel als markengeschütztes Zeichen kann zusammen mit dem EU-Bio-Logo für die Kennzeichnung von Biolebensmitteln verwendet werden.

BRANCHE: Nahrungsmittelindustrie

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ZIELSETZUNG: Das EU-Bio Siegel hat zum Ziel, eine nachhaltigere Landwirtschaft über klar definierte Regeln zu fördern.

Durch die EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau ist die Kennzeichnung vorverpackter Biolebensmittel mit dem EU-Bio Siegel, dem dazugehörigen Kontrollstellencode und einer allgemeinen Herkunftsangabe der Zutaten seit dem 1. Juli 2012 verbindlich vorgeschrieben. Dies gilt für Produkte aus dem ökologischen Landbau und Biolebensmittel, die einen Verarbeitungsschritt in der Europäischen Gemeinschaft erfahren. Mit dem Bio-Logo erhalten in der EU biologisch erzeugte Produkte ein einheitliches Erkennungszeichen. Dies erleichtert Verbraucherinnen und Verbrauchern die Auswahl von Bio-Produkten, und Landwirte können sie besser in der gesamten EU vermarkten.

BRANCHE: Nahrungsmittelindustrie

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ZIELSETZUNG: Das Europäische Umweltzeichen der Europäischen Kommission kennzeichnet Produkte, die während ihres gesamten Lebenszyklus hohe Umweltstandards erfüllen: von der Rohstoffgewinnung über die Produkte, den Vertrieb bis hin zur Entsorgung. Ziel des EU Ecolabels ist, Verbraucher:innen einen Hinweis auf umweltfreundlichere Produkte und Dienstleistungen zu geben. Das Siegel kennzeichnet Natur- und Kunstfasertextilien. Das EU Ecolabel ist in allen 27 EU-Mitgliedsstaaten sowie Norwegen, Island und in Liechtenstein anerkannt.

BRANCHE: Textilbranche, Chemischen Industrie

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ZIELSETZUNG: Der Naturland-Verband ist einer der größten Öko-Anbauverbände des Landes und vereint Öko-Erzeugende aus aller Welt unter dem Naturland Siegel.
Zudem haben die Kriterien "ökologisch", "fair" und "sozial" oberste Priorität. Bereits über 700 Produkte tragen das Naturland Fair-Siegel, darunter Kaffees, Tees, Gewürze oder Schokoladen aber auch Milchprodukte, Backwaren und Wein.

Das Ziel: Gemeinsam möchte das Naturland mehr Erzeuger:innen den Weg zu einem fairen Markt ebnen, Unternehmen zu fairen Partnerschaften inspirieren und zeigen: Öko und Fair aus einer Hand ist möglich!

BRANCHE: Nahrungsmittelindustrie

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ZIELSETZUNG: Das NCCO-Label der Natural Cosmetics Certification Organisation e.V. wird nur an Hersteller vergeben, deren gesamtes Sortiment zu 100 % den NCCO-Richtlinien entspricht. Für das NCCO Siegel müssen die Inhaltsstoffe ökologischen Ursprungs sein. Diese Produkte bestehen aus pflanzlichen Rohstoffen, die aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA), zertifizierter Wildsammlung (kbA) oder in Bioland-, Naturland- oder Demeter-Qualität gewonnen werden. 

Die folgenden Inhaltsstoffe sollten nicht in den Produkten enthalten sein:

  • Konservierungsmittel
  • radioaktive Bestandteile
  • genmanipulierte Rohstoffe
  • organisch-synthetische Rohstoffe
  • Nanotechnologie
  • synthetische Duftstoffe
  • ethoxilierte Rohstoffe
  • Mineralöle
  • Silikon
  • Rohstoffe von toten Tieren oder Rohstoffe aus Tierquälerei

BRANCHE: Chemischen Industrie

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ZIELSETZUNG: Das Siegel steht für nachhaltige Forstwirtschaft und soll dem Verbraucher mehr Sicherheit beim Kauf von Produkten aus Holz geben. FSC ist die Organisation für die Absicherung wichtiger Umwelt- und Sozialstandards im Wald. Mit weltweit gültigen Standards, der beispiellosen Einbindung aller relevanten Interessengruppen und der Unterstützung durch namhafte Unternehmen sowie anerkannte unabhängige Umwelt- und Sozialorganisationen, gilt FSC als die glaubwürdigste Lösung für nachhaltige Waldwirtschaft.

Das Ziel des FSC ist es, dass die Wälder unserer Erde gleichzeitig umweltgerechter, sozialverträglicher und ökonomisch tragfähiger genutzt werden.

BRANCHE: Holzindustrie, Papierindustrie

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ZIELSETZUNG: Die Energielabels enthalten klare und einfache Angaben zur Energieeffizienz und zu anderen wichtigen Merkmalen angebotener Produkte. Für die Verbraucherinnen und Verbraucher wird es damit einfacher, Geld bei den Energiekosten zu sparen und zur Verringerung der Treibhausgasemissionen in der gesamten EU beizutragen. Das Energielabel informiert über den Energieverbrauch und andere Eigenschaften wie beispielsweise die Lautstärke des Geräts im Betrieb. Das Design des Etiketts ist europaweit einheitlich und mit seinen Symbolen unabhängig von der jeweiligen Landessprache zu verstehen.

BRANCHE: Handel, Energiewirtschaft

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Die Geräte mit Energieeffizienzlabels 

ZIELSETZUNG: Energy Star ist ein internationales Siegel für Strom sparende Bürogeräte wie Computer, Bildschirme, Drucker, Kopierer, Scanner, Speicher in Rechenzentren, Unternehmensserver und Unterbrechungsfreie Stromversorgung sowie Netzwerkgeräte. Das Energy-Star-Programm wird in der EU vom Energy-Star-Büro der Europäischen Gemeinschaft (EGESB) verwaltet. Hersteller, die ihre Produkte mit dem Label versehen wollen, führen die Prüfungen von Computern in eigener Verantwortung durch und bescheinigen selbst, welche Modelle den Energy Star-Anforderungen genügen. Das Siegel zeichnet besonders energieeffiziente Produkte aus. Basis hierfür sind die Stromspar-Kriterien der EPA und des US-Energieministeriums. Sie beziehen sich vor allem auf den Energieverbrauch der Geräte.

BRANCHE: Handel, Energiewirtschaft

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ZIELSETZUNG: Das Ok-Power Siegel bescheinigt dem Anbieter bzw. seinem Stromtarif neben 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien auch einen fairen Umgang mit Verbraucher:innen. Voraussetzung für die Zertifizierung ist, dass der Stromanbieter keine Anteile an Atom- und Kohlekraftanlagen besitzt und den Ausbau erneuerbarer Energien aktiv fördert. Der Ökostrom muss aus Solar-, Wasser- oder Windenergie, Biomasse sowie Geothermie stammen. Das Ok-Power-Siegel signalisiert Verbrauchern, dass der zertifizierte Stromtarif garantiert zum Ausbau regenerativer Energien und zu ihrer Integration in das Stromversorgungssystem beiträgt.

BRANCHE: Energiewirtschaft

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ZIELSETZUNG: Das Grüner Strom Siegel ist eines der ältesten und zugleich strengsten Ökostrom Siegel in Deutschland. Um die begehrte Auszeichnung zu erhalten, reicht es nicht, den Ökostrom vollständig aus erneuerbaren Energien zu produzieren– der Anbieter muss zugleich nachweislich in Energiewende-Projekte investieren. Das Siegel definiert in einem öffentlich einsehbaren, detaillierten Kriterienkatalog genaue Vorgaben, die einzuhalten sind und auch Beträge, die in die Energiewende fließen müssen.

Mehr als 80 Mio. Euro wurden bereits in über 1.600 ökologisch wertvolle Projekte investiert. Durch einen Ökostromtarif mit Grüner Strom unterstützt man damit viele verschiedene Projekte wie z.B. neue Ökokraftwerke, Zukunftstechnologien wie Speicher und intelligente Netze, Energieeffizienzmaßnahmen, E-Mobilität, Bürgerenergieprojeke etc.

BRANCHE: Energiewirtschaft

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ZIELSETZUNG: Das GREENGUARD Environmental Institute (GEI) wurde 2001 gegründet und hat sich zum Ziel gesetzt, Gesundheit und Lebensqualität durch Programme zu schützen, mit denen Schadstoffbelastung reduziert und Raumluftqualität verbessert wird. Die Produkte, die nach dem Greenguard zertifiziert sind, müssen strenge Anforderungen an Emissionen von flüchtigen organischen Verbindungen (VOCs) und Toxizität erfüllen und werden auf unterschiedlichste Chemikalien hin überprüft. 

Die Produkte können aktuell nach drei verschiedenen Programmen zertifiziert werden:

  • GREENGUARD Indoor Air Quality Certified, das Programm für gewerbliche Gebäude
  • GREENGUARD Children & Schools, das Programm für Tagesbetreuungs- und Schulgebäude
  • GREENGUARD Building Construction, das Programm für neu erichtete Mehrfamilienhäuser und gewerbliche Gebäude

BRANCHE: Chemischen Industrie

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ZIELSETZUNG: Das Fairtrade Siegel steht für fair angebaute und gehandelte Produkte, bei dem alle Zutaten zu 100 Prozent unter Fairtrade-Bedingungen gehandelt und physisch rückverfolgbar sind, wie zum Beispiel bei Kaffee oder Bananen. Fairtrade kennzeichnet Waren, die aus fairem Handel stammen und bei deren Herstellung bestimmte soziale, ökologische und ökonomische Kriterien eingehalten wurden. (Auf den Lebensmittelbereich fokussiert.)

BRANCHE: Handel

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ZIELSETZUNG: Ziel des Siegels ist, die Umwelteinflüsse der Textilindustrie zu reduzieren. Es steht für die sichere Herstellung und Verarbeitung von Kunst- und Naturfasern. Wenn bestimmte Komponenten der Produktionskette nachhaltig und ressourcenschonend produziert wurden, erhält das Endprodukt das Siegel bluesign APPROVED. Damit ein Produkt zu einem bluesign zertifiziert wird, müssen mindestens 90% der Textilien und mindestens 30% des Zubehörs bluesign APPROVED sein.

BRANCHE: Textilbranche

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ZIELSETZUNG: Der Grüne Knopf Siegel ist ein staatliches Label für nachhaltige Textilien. Das staatliche Siegel Grüner Knopf prüft, ob ein Unternehmen Verantwortung für die Lieferkette übernimmt und somit seinen unternehmerischen Sorgfaltspflichten nachkommt. Zusätzlich muss durch glaubwürdige Siegel nachgewiesen werden, dass auch das Produkt nachhaltig hergestellt wurde.

Die Kriterien sind:

  • Verbot gefährlicher Chemikalien oder Pestizide
  • Begrenzung der Arbeitszeit und feste Arbeitsverträge
  • Verbot von Diskriminierung und Belästigung
  • Sicherheitsvorgaben für Arbeitsplätze

BRANCHE: Textilbranche

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ZIELSETZUNG: Der „Global Organic Textile Standard“ (GOTS) erfasst die gesamte Wertschöpfungskette vom kontrolliert biologischen Anbau der Rohstoffe über Sozialstandards bis hin zur Textilausrüstung. Mit dem GOTS Siegel wird auch die Einhaltung von hohen sozialkritischen und umwelttechnischen Anforderungen bescheinigt, die von dem Global Organic Textile Standard definiert werden. 

BRANCHE: Textilbranche

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ZIELSETZUNG: Das Siegel setzt sich weltweit für eine stetige Verbesserung der Arbeitsbedingungen, der Menschenrechte und der Arbeitssicherheit in der Textilindustrie ein. Ziel ist, die Arbeitsbedingungen in Unternehmen der Textilindustrie weltweit zu verbessern. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Betrieben, in denen Textilien genäht werden. Siegelinhaber ist die niederländische Stiftung Fair Wear Foundation (FWF), die von Gewerkschaften, Nichtregierungsorganisationen und Handels- sowie Herstellerorganisationen getragen wird.

BRANCHE: Textilbranche

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ZIELSETZUNG: Das HAND IN HAND-​Siegel ist ein Rapunzel firmeneigenes, privates Siegel. Das bedeutet, dass Rapunzel über die Bio-​Zertifizierung die Herkunft aller Rohstoffe bis zum Erzeuger belegen kann. Biologische Rohstoffe aus aller Welt, die das HAND IN HAND-Siegel tragen, stehen für fairen Handel, ökologischen Anbau und soziale Unterstützung der Bauern. Der Ökologische Landbau und Fairer Handel sind die Basis für eine positive und nachhaltige Entwicklung. Sie ermöglichen gesunde Lebensmittel, eine intakte Umwelt und eine auskömmliche Wertschöpfung für die Produzenten. Ökonomie und Ökologie gehen somit „Hand in Hand“.

BRANCHE: Nahrungsmittelindustrie

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ZIELSETZUNG: TCO Certified Siegel ist die weltweit führende Nachhaltigkeitszertifizierung für IT-Produkte. Die Organisation hinter der Nachhaltigkeitszertifizierung ist TCO Development. 
Das Ziel ist es, den Fortschritt hin zu nachhaltigen IT-Produkten voranzutreiben. Zertifizierte Produkte müssen während des gesamten Lebenszyklus umfassende ökologische und soziale Kriterien erfüllen. Die Produkte müssen Kriterien für Energieeffizienz, ergonomisches Design und einen begrenzten Gehalt an gefährlichen Stoffen erfüllen. Unabhängige, akkreditierte Organisationen verifizieren, dass Fabriken und Produkte alle Kriterien in TCO Certified erfüllen. Die Verifizierung erfolgt vor und nach der Ausstellung des Zertifikats und deckt den gesamten Gültigkeitszeitraum ab.

BRANCHE: IT

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