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ARI-Armaturen: Mit "Pfandflaschen" und jungem Erfindergeist Ressourcen sparen

In unserem Guten Beispiel berichtet das Unternehmen ARI-Armaturen aus Schloß Holte-Stukenbrock, NRW, wie sie junge Menschen in den betrieblichen Klimaschutz einbinden und welche Herausforderungen bestehen. 

Was macht Ihr Unternehmen und welche Maßnahmen im Bereich Klimaschutz setzen Sie um?

ARI-Armaturen ist ein international führender Hersteller von Industriearmaturen für die Bereiche Industrie, Chemie, Großanlagen- und Schiffsbau sowie die Gebäudetechnik. Unsere Armaturen werden zum Regeln, Absperren, Sichern und Ableiten von flüssigen und gasförmigen Medien eingesetzt. Im letzten Energie-Scouts Wettbewerb 2021 hat sich unser Projektteam mit der Einsparung von Plastikmüll in unserer Lackiererei beschäftigt und eine eigene „Pfandflasche“ entwickelt. Soll heißen, da wo vorher Plastikfolie zum Schutz der Handräder vor der Lackierung genutzt wurde, planen wir nun eine wiederverwendbare Haube zu nutzen und somit den Kunststoffverbrauch deutlich zu reduzieren und im gleichen Zuge 13,3 Tonnen CO2 auf 10 Jahre gesehen einzusparen.

Was sind aktuelle Herausforderungen?

Aktuell ist die Herausforderung bei der Umsetzung der Lösung noch ein knautschbares Material zu finden, von dem sich die Farbe leicht durch Knicken ablösen lässt, damit die Hauben über Jahre wiederverwendet werden können. Dazu testen wir aktuell verschiedene Werkstoffe, damit wir die Einsparmaßnamen final implementieren können.

Was war der Grund für Ihr Engagement?

Für uns als mittelständisches Unternehmen steht ein wirtschaftliches Handeln immer an oberster Stelle, deswegen sind wir immer bemüht, neue Wege zu finden, um Ressourcen zu sparen. Da ist das Energie-Scouts Projekts eine sehr willkommene Möglichkeit, auch schon junge Menschen, die sowieso sehr bewusst mit dem Thema Umwelt- und Ressourcenschutz umgehen, von Anfang an in die Energiesparprojekte zu involvieren und weiter zu sensibiliseren. Außerdem wird das Ausbildungsgeschehen unter theoretischen und praktischen Geschichtspunkten aufgewertet und gibt uns somit die Chance uns als attraktiver Ausbildungsbetrieb bei den Jugendlichen besser darzustellen.

Welchen Tipp können Sie anderen Unternehmen geben?

Die mittlerweile fünf Teilnahmen am Energie-Scouts Wettbewerb haben einen Aspekt recht deutlich zu Tage gefördert: Gelingt es ein heterogenes Team zusammen zu stellen, erreichen alle Teammitglieder ein Niveau in der Projektbearbeitung, das im Vorfeld nicht zu erwarten war. Außerdem sollte die Motivation in der Gruppe durch den Betreuer hochgehalten werden. Dies ist besonders notwendig in Phasen, in denen man nach der guten Idee sucht und sich der Eindruck verfestigt, dass man diese Idee „niemals“ haben wird.